CSU-Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier wiederholt Forderung zum Ostbayernring
Trasse teilweise unter die Erde

Karl Holmeier (links) hat die Forderung nach einer teilweisen Erdverkabelung des Ostbayernringes im Bereich Schwandorf bei einem Austausch mit dem Gesamtprojektleiter für den Ostbayernring, Thomas Erhardt-Unglaub (rechts), unterstrichen. Bild: hfz
Politik
Schwandorf
01.12.2016
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Schwandorf/Berlin. Nach dem Abschluss des Raumordnungsverfahrens für den Ostbayernring (wir berichteten) traf sich CSU-Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier mit Verantwortlichen von Tennet in Berlin. Dabei wiederholte der Parlamentarier die Forderung nach einer teilweisen Erdverkabelung der Stromtrasse im Bereich Schwandorf.

In einer Pressemitteilung Holmeiers über das Treffen mit dem Gesamtprojektleiter für den Ostbayernring, Thomas Erhardt-Unglaub, heißt es: "Eine Umsetzung des Vorhabens Ostbayernring in 100-prozentiger Freileitungstechnik ist kaum mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar - zu nah reicht der Ostbayernring im Bereich Schwandorf an die Wohnbebauung heran".

Dabei sei eine Bündelung des Ostbayernringes mit der 110 KV-Leitung des Bayernwerkes vorgesehen. Aus zwei Leitungssystemen wird also eine Leitung. "Trotz dieser Bündelung muss eine teilweise Erdverkabelung im Raum Schwandorf erfolgen", machte der Abgeordnete für den Bundestagswahlkreis Schwandorf/Cham klar. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, werde die Teil-Erdverkabelung des Ostbayernringes im Bereich Schwandorf auch von der stellvertretenden Ministerpräsidentin und bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner unterstützt. Der Bundesrat hat bereits am 18. Dezember vergangenen Jahres auf Initiative des Freistaates Bayern einen Antrag verabschiedet, nach dem weitere Erdkabelprojekte im Bundesbedarfsplangesetz folgen sollen - und zwar im gesamten Bundesgebiet. Diesem Antrag sei noch nicht nachgekommen worden. Von den bislang fünf im Bundesbedarfsplangesetz festgelegten Projekten im Wechselstrombereich lägen vier in Niedersachsen und eines in Schleswig-Holstein.

Vor allem wegen der räumlichen Engstelle in Schwandorf werde alles versucht, um noch Wege zu finden, eine teilweise Erdverkabelung möglich zu machen, teilte Holmeier abschließend mit. Zudem müsse Tennet die Verantwortlichen vor Ort und die betroffenen Grundstückseigentümer stets in die Vorgänge einbinden.

Wie die Stadt Schwandorf gestern außerdem bekannt gab, hat die Regierung der Oberpfalz das Vorhaben zwischenzeitlich landesplanerisch beurteilt. Diese Beurteilung liegt ab heute bis zum einschließlich 2. Januar im Schwandorfer Rathaus aus. Sie kann auch im Internet unter folgender Adresse eingesehen werden: www.regierung.oberpfalz.bayern.de/leistungen/landesplanung/recht/rov/einzelverfahren/obr/obr.htm
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