Dankeschön an ehrenamtliche Flüchtlingehelfer
Wichtige Hilfe im Hintergrund

Die ehrenamtlichen Helfer in der Flüchtlingsarbeit waren am Freitag zu einem "Dankeschönfest" auf das ehemalige Klostergelände in Ettmannsdorf eingeladen. Bilder: Hirsch (2)
Politik
Schwandorf
05.06.2016
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Sie engagieren sich als Sprachpaten, begleiten die Familien zum Arzt, zu Behörden und zur Schule, bauen Möbel auf und ab und sind immer da, wenn die Flüchtlinge Hilfe brauchen. Die Stadt sagte "Danke", mit einer Einladung in ein ehemaliges Kloster.

65 ehrenamtliche Helfer in der Stadt opfern täglich ihre Freizeit und packen mit an. Ihnen war das "Dankeschön-Fest" am Freitag im "Haus des Guten Hirten" gewidmet. "Die Aufnahme und Unterstützung von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und stellt auch die Stadt vor große Herausforderung", betonte dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf in ihrer Begrüßungsansprache.

Das ehrenamtliche Engagement sei "eine unverzichtbare Ergänzung zur hauptamtlichen Sozialbetreuung" und ein Beleg für die Hilfsbereitschaft vieler Menschen. Die 500 Asylbewerber in der Stadt seien dankbar dafür, sagte die dritte Bürgermeisterin.

Nach Kaffee und Kuchen nahm Einrichtungsleiter Otto Storbeck die Gäste mit auf einen Rundgang durch die Klosteranlagen. Aus der einstigen "Besserungsanstalt für gefallene Mädchen" sei eine Ausbildungsstätte der "Katholischen Jugendfürsorge" geworden, die 2017 das 25-jährige Bestehen feiert. Dort erlernen 300 benachteiligte Jugendliche einen Beruf oder bereiten sich auf eine Ausbildung vor. In den Bereichen Malerei, Holz, Metall, Hauswirtschaft sowie Garten- und Zierpflanzenbau. Im "Haus des Guten Hirten" werden derzeit auch 30 jugendliche Flüchtlinge betreut.

Nach der Führung wurde gegrillt. Es gab Fisch, Fleisch, Salate und eine Nachspeise. Die Koordinatorin der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, Irene Duscher, bedankte sich beim Personal im "Haus des Guten Hirten" für die "tolle Bewirtung". Die "Selbergstrickt'n" sorgten bei der Grillparty für musikalische Unterhaltung.

Auf dem ehemaligen Klostergelände lief den ganzen Tag über auch die Aktion "Schau mir über die Schulter". Die Bevölkerung und vor allem die Schulen waren zum Besuch der Werkstätten eingeladen. In der Berufsschule St. Marien durften die Gäste an einem offenen Unterricht teilnehmen und bekamen einen Einblick in die Angebote im Sport und in der Hauswirtschaft.

Die Aufnahme und Unterstützung von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und stellt auch die Stadt vor große Herausforderung.Dritte Bürgermeisterin Martina Englhardt-Kopf (CSU)
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