Das Krankenhaus St. Barbara Schwandorf plant einen Anbau an das bestehende Klinikgebäude.
Alte Villen weichen Neubau

Die BBI-Direktorenvilla neben dem Krankenhaus ist seit Montag Geschichte. Bild: Götz
Politik
Schwandorf
21.04.2015
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Dazu müssen zwei Gebäude weichen, der Abriss hat begonnen. Entstehen soll die neue bauliche "Visitenkarte". Mit einer gewaltigen Investitionssumme.

Ziele sind laut Pressemitteilung der Klinik die Etablierung neuer zukunftsweisender medizinischer Leistungsangebote, der Ausbau der Bettenkapazität und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. "Der Zulauf an Patienten nimmt seit Jahren stetig zu", erklärt Geschäftsführer Dr. Martin Baumann die Notwendigkeit der beabsichtigten Erweiterung.

Umfangreiche Vorarbeiten

Die bauliche Weiterentwicklung sei ein wichtiges Zukunftsthema für das Krankenhaus St. Barbara. So würden derzeit einige Bestandsflure komplett saniert. Zudem habe das Krankenhaus beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege auch einen Förderantrag für einen Anbau eingereicht. "Wir müssen uns bereits heute darauf vorbereiten, wenn wir die angedachte eng getaktete Bauplanung einhalten wollen", teilte Geschäftsführer Dr. Baumann mit.

Für die geplante Errichtung des Anbaus seien umfangreiche Vorarbeiten auf dem Klinikgelände notwendig. Deshalb sei am Montag mit dem Abriss zweier Häuser begonnen worden: dem alten Direktorengebäude der BBI und dem Wohnhaus Oskar-Kösters-Straße 1. Beide sind laut Pressemitteilung nicht denkmalgeschützt. An ihre Stelle sollen künftig der dringend benötigte Erweiterungsbau der Klinik und ein Parkplatz treten. Das neue Projekt werde die neue "Visitenkarte" des Krankenhauses darstellen. Denn der Anbau solle auch den neuen attraktiven Eingangsbereich beherbergen. Die bisherige Zugangs-Lösung zur Klinik, unterstreicht Dr. Martin Baumann, sei sowohl architektonisch, als auch mit Blick auf die medizinischen Belange der Patienten unbefriedigend. Gerade im Krankenhausbau der Gegenwart und Zukunft komme es darauf an, optimale bauliche Strukturen und eine ideale Wegeführung zu schaffen.

Neue Arbeitsplätze

Im Erweiterungsbau sollen unter anderem eine neue Intensiv- und Intermediate-Care-Station (IMC) untergebracht werden. Auf einer IMC würden Patienten versorgt, die die Intensivstation verließen, aber aufgrund ihrer Erkrankungen noch nicht auf eine Normalstation verlegt werden könnten. Zudem sollen im neuen Gebäude Normalstationen, die Räume für die ärztlichen Sprechstunden zur geplanten (elektiven) Patientenaufnahme und eine akutgeriatrische Station Platz finden. Gerade die Geriatrie sei ein medizinisches Feld, das in einer alternden Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinne. "Wir sichern damit nicht nur den Klinikstandort und machen ihn zukunftsfest, sondern wir schaffen auch zahlreiche neue Arbeitsplätze", betont der Geschäftsführer.

Rund 40 Millionen Euro

Dr. Baumann erläutert aber auch: "Wir wissen, dass insbesondere das alte Direktorengebäude der BBI vielen Menschen in der Region etwas bedeutet. Wir haben deshalb intensiv prüfen lassen, ob wir es erhalten und in das neue Konzept integrieren können." Das sei aber weder aus architektonischen, statischen, noch aus logistischen Gründen möglich. Das Haus an der Oskar-Kösters-Straße 1 stehe schon seit Jahren leer, berichtet Martin Baumann. Der bauliche Zustand sei problematisch, ein Umbau daher unrealistisch und nicht zu finanzieren. Dem Abriss solle an gleicher Stelle der Bau eines Parkplatzes folgen: "Damit lösen wir einen Engpass auf und zugleich ein drängendes Problem der Anwohner", betont er. Denn der Such- und Parkverkehr rund um das Krankenhaus führe immer wieder zu Beschwerden der Anwohner. Die gesamten Investitionskosten für das neue Projekt sind mit rund 40 Millionen Euro veranschlagt.
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