Ebert-Straße: Verkehrsversuch beginnt am Dienstag
Polizei wird täglich kontrollieren

Die Friedrich-Ebert-Straße soll vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Ob das klappt, soll der Verkehrsversuch zeigen. Bild: Steinbacher
Politik
Schwandorf
23.03.2016
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Ab Dienstag gilt's: Dann beginnt der Verkehrsversuch in der Innenstadt. Die Friedrich-Ebert-Straße wird ab dem 29. März am Wendelinplatz bis zur Bahnhofstraße stadteinwärts gesperrt. Der Test soll bis 31. Mai dauern.

Die Polizeiinspektion Schwandorf wird den Test und die daraus resultierenden Verkehrsregelungen durch Kontrollen begleiten. Auf der Ebert-Straße werden tägliche Kontrollen des Verbots stattfinden, kündigte Hauptkommissar Jürgen Wagner an. Das Teilstück zwischen Schwaiger- und Bahnhofstraße dürfen dann nur Busse, Taxen und Radfahrer passieren. Wer dagegen verstößt, müsse mit einem Verwarnungsgeld zwischen 20 und 25 Euro rechnen.

Die Ebert-Straße war am Dienstag auch Thema im Planungs- und Umweltausschuss des Stadtrates. Die alten Gestaltungspläne aus dem Jahr 2002 wurden erneut vorgestellt. Allerdings, so Stadtplanerin Sabine Pollinger, könnten diese Pläne bestenfalls als Grundlage dienen. Besonders die Verlegung diverser Versorgungsleitungen änderten die Voraussetzungen.

Sie erwartet ohnehin nicht, dass die Verkehrszahlen durch die Sperrung so weit sinken, dass die Ausweisung als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich infrage käme. Nur dann wäre ein Ausbau ohne Hochbord möglich, wie er in den alten Plänen vorgesehen ist. Den Fußgängern mehr Platz zu geben, das lasse sich aber auch anders lösen.

"Jetzt warten wir mal den Verkehrsversuch ab", sagte Oberbürgermeister Andreas Feller. Manfred Schüller (SPD) wollte wissen, wie die Ebert-Straße eingestuft wird. Davon hängt letztlich ab, ob und in welcher Höhe sich die Anlieger an den Kosten des Ausbaus beteiligen müssen. "KAG-Beiträge werden auf jeden Fall fällig", sagte Stadtbaumeister Roland Stehr.In welcher Höhe sei allerdings noch nicht klar. Marion Juniec-Möller (Grüne/AuGe) forderte, die möglichst günstigste Beitragsformel für die Anlieger zu finden. Schließlich bleibe die Ebert-Straße die Haupterschließung für den Marktplatz. "Das machen wir sowieso immer", antwortete OB Feller.

CSU-Sprecher Andreas Wopperer nannte die alten Pläne "obsolet". Wenn nun über die Neugestaltung gesprochen werde, solle auch das neue Bild der Bahnhof- und der Augustinstraße bei den Planungen im Blick behalten werden.
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