Ein Ja mit Bedingungen
Kreistag signalisiert Zustimmung für Gymnasiums-Erweiterung in Lappersdorf

Die Befürchtungen, dass die Gymnasien in Burglengenfeld (Bild) und Nittenau durch die Erweiterung des Gymnasiums in Lappersdorf Schüler verlieren könnten, scheinen vom Tisch zu sein. Bild: Hartl
Politik
Schwandorf
25.02.2016
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In der Debatte um die Erweiterung des Gymnasiums Lappersdorf (Kreis Regensburg) zeichnet sich eine Lösung ab. Der Landkreis signalisierte nun seine Zustimmung zu dem Vorhaben. Das Ja aus Schwandorf ist aber an einige Bedingungen geknüpft.

Grund für die Skepsis aus dem Landkreis Schwandorf und die zunächst verhaltenen Töne zur geplanten Erweiterung der Bildungseinrichtung im Nachbarkreis ist die Befürchtung, dass die Gymnasien in Burglengenfeld und Nittenau durch die Vergrößerung in Lappersdorf Gastschüler aus dem nördlichen Landkreis Regensburg verlieren könnten. In Burglengenfeld werden aktuell 230 Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Regensburg unterrichtet, in Nittenau sind es 140.

Mehr Flächen benötigt


Hinzu kam: Gegenüber einem Vorentwurf stieg der Flächenbedarf in Lappersdorf von 530 auf jetzt 633 Quadratmeter an, weil dort Kursräume für die Volkshochschule entstehen sollten. Das weckte im Landkreis Schwandorf aber Befürchtungen, dass der Raum auch für das Gymnasium genutzt werden könnte.

Der Kreistag hat deshalb im Dezember vergangenen Jahres weitere Gespräche zwischen Landrat Thomas Ebeling und seiner Regensburger Amtskollegin Tanja Schweiger zur Grundlage für eine Zustimmung zur Erweiterung gemacht. Zwischenzeitlich hat die Regierung der Oberpfalz ein offizielles Anhörungsverfahren eröffnet und die beiden Landkreise, die Stadt Regensburg und den Ministerialbeauftragten für Gymnasien zu einer Stellungsnahme aufgefordert.

Ein Entwurf dafür lag bei der Kreistagssitzung am Montag auf dem Tisch: Demzufolge könne sich der Landkreis vorstellen, einer Erweiterung des Gymnasiums Lappersdorf nun zuzustimmen - allerdings unter einigen Bedingungen, die schriftlich fixiert werden sollen (siehe grüner Kasten). Diesem Vorschlag folgte der Kreistag einstimmig. Landrat Thomas Ebeling war bei der Sitzung zuversichtlich, dass der Landkreis Schwandorf diese Zusicherungen aus Regensburg bekommen könnte und kündigte im Anschluss an die Kreistags-Sitzung ein Gespräch mit seiner Regensburger Amtskollegin Tanja Schweiger an.

Optimistischer Landrat


Auf Anfrage des NT sagte Landrat Ebeling, dass er seine Regensburger Kollegin über die Stellungnahme des Landkreises Schwandorf informiert habe. Er hoffe und sei optimistisch, dass die Vereinbarung - wie im Kreistag am Montag beschlossen - unterzeichnet werden könne.

Fünf Maßgaben des LandkreisesDer Landkreis Regensburg schließt ausdrücklich eine zukünftige Nutzung der Volkshochschul-Räume für gymnasialen Bedarf aus.

Die Schulaufsicht sichert zu, dass eine solche Umwidmung keine Zustimmung findet.

Eine fachliche Neuausrichtung oder Ergänzung am Gymnasium Lappersdorf erfolgt nur nach Rücksprache mit dem Landkreis Schwandorf.

Die Schülerbeförderung aus dem Gebiet des Marktes Regenstauf wird wie bisher nach Burglengenfeld und Nittenau zugesagt.

Die Kostenübernahme der Schülerbeförderung wird wie bisher zugesichert.
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