Freifunk in Schwandorf
Freies Wlan für die Innenstadt

Ein "Freifunker" zeigt einen Router mit der Aufschrift "freifunk.net". Diese kleinen Geräte ermöglichen es, lokale drahtlose Netzwerke aufzubauen. Peter Lang schlägt vor, auch in Schwandorf eine Initiative für ein "Freifunk"-Netz zu starten. Bild: dpa
Politik
Schwandorf
05.02.2015
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Offener Brief für offenes Netz: Der Kreisvorsitzende der Piratenpartei, Peter Lang, setzt sich in einem Schreiben an OB Andreas Feller für die Einrichtung eines "Freifunk"-Netzes ein. Lang möchte dafür ein parteiübergreifendes Bündnis schmieden.

(ch/nt) Wireless Lan, also der drahtlose Zugang zum Internet, haben sich viele Schwandorfer daheim eingerichtet. Warum nicht ein Netz schaffen, in dem freie Bandbreiten für die Allgemeinheit verwendet werden? In Regensburg klappt das bereits. Nun will Peter Lang auch für Schwandorf den Anstoß geben. In einem offenen Brief bittet Lang den OB, sich für die Förderung von "Freifunk" einzusetzen und das Thema im Stadtrat zu behandeln. Der Oberbürgermeister will die Möglichkeiten prüfen, sagte Pressesprecherin Maria Schuierer.

Bandbreite abgeben

"Freifunk" steht als Name für Initiativen, in denen Bürger freie Daten-Funknetze aufbauen, die auch Zugang zum Internet bieten. Die Grundidee basiert darauf, Netze nicht nur als getrennte Internet-Einwahlknoten zu erkennen und zu nutzen, sondern untereinander zu verbinden und zu einem Bürgernetz zusammenzuschließen. Es entstehe so ein eigenes lokales Netz, in dem der Datenverkehr über alle beteiligten Stationen wandern kann, ohne dass sich Nutzer jedes mal neu mit einem Wlan-Netz verbinden müssen. Mit dem Internet verbunden wird dieses Netz laut Lang unter anderem, indem Bürger ihren Anschluss zur Verfügung stellen und einen Teil ihrer ungenutzten Bandbreite abgeben. Die geschieht durch einen zweiten, speziell konfigurierten Wlan-Router. Geräte sind laut Lang schon für unter 20 Euro zu haben. Ziel wäre es für Lang, auch in der Kreisstadt "sich selbst vermaschende Netze" aufzubauen, in denen sich jeder einzelne Router automatisch mit seinen Nachbarknoten verbindet. Dies könne jedoch nur funktionieren, wenn viele mitmachen.

Nur wenige Knoten

Laut Lang existieren in Schwandorf derzeit nur einige wenige ,Freifunk'-Knoten. Die Schwandorfer "Piraten" würden sich helfend zur Verfügung stellen. Eine Schwandorfer Freifunk-Initiative soll laut Lang aber "auf keinen Fall eine Parteiveranstaltung werden", sondern unabhängig und für alle offen sein. "Denn nur so können ausreichend Bürger und Gewerbetreibende überzeugt werden, sich zu beteiligen", schreibt Lang. Erfreulich wäre aus seiner Sicht auch eine Beteiligung öffentlicher Institutionen wie der Stadtverwaltung oder anderen Behörden. "Auf jeden Fall würde ein dichtes ,Freifunk'-Netz in der Innenstadt die Attraktivität Schwandorfs steigern, wovon besonders Einzelhändler, Cafés und Gaststätten profitieren werden", schreibt Lang und verweist darauf, dass die Nachbarstadt Amberg ein offenes WLAN einführen will.
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