Friseurinnung spendet für die Typisierungsaktion "Lennard"
Schicksal löst Betroffenheit aus

Der fünfjährige Lennard nahm persönlich den Scheck von Obermeister Bernhard Dräxler (knieend) entgegen. Mit im Bild sind die Eltern Mareike und Marcel Schwinzer (Zweite und Dritter von links) sowie Vorstandsmitglieder der Innung zu sehen. Bild: rid
Politik
Schwandorf
18.11.2014
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"Der Bub ist ein Kämpfer", sagt die Mutter. Mareike Schwinzer (Wackersdorf) ist stolz auf ihren fünfjährigen Sohn Lennard, der Anfang des Jahres an Blutkrebs erkrankt und seitdem in medizinischer Behandlung ist.

Nach der letzten "Chemo" im März 2015 steht dem Kleinen noch eine einjährige Erhaltungstherapie bevor. Wenn Lennard in der Kinderklinik "Kuno" in Regensburg liegt, ist sein Papa immer in der Nähe. Marcel Schwinzer übernachtet dann im angrenzenden Elternwohnheim. Mutter Mareike bleibt in dieser Zeit zu Hause bei ihrer zweijährigen Tochter.

Sein Schicksal bewegt

Gestern früh brachten die Eltern ihren Jungen mit nach Charlottenhof, um gemeinsam einen Scheck der Friseurinnung von 1.500 Euro entgegenzunehmen. Die Innungsmitglieder hatten eine Sammelaktion gestartet. Das Spendenkonto zur Typisierungsaktion "Lennard" ist damit auf 68.000 Euro angewachsen. Besonders die Menschen in Wackersdorf bewegt das Schicksal des Buben, der vor der Erkrankung den dortigen Kindergarten "Regenbogen" besucht hat. Gemeinde, Nachbarschaftshilfe, Elternbeirat und Rotes Kreuz organisierten eine Registrierungsaktion zugunsten der "Deutschen Knochenmarkspenderdatei".

Spenderdatei braucht Geld

1.694 Personen ließen sich am 18. Mai in der Sporthalle typisieren und bekundeten damit ihre Solidarität mit Lennard. Dazu kamen 400 Arbeitskollegen von Marcel Schwinzer aus dem BMW-Werk in Wackersdorf. Zusätzlich gingen zahlreiche Firmen- und Einzelspenden ein.

"Wir sind auf das Geld dringend angewiesen", sagt Daniel Wilhelm von der "Deutschen Knochenmarkspenderdatei", denn jede Typisierung koste 50 Euro. Wer die Initiative weiter unterstützen möchte, kann Geld auf die DKMS-Spendenkonten bei der Sparkasse Schwandorf (Konto 31 322 019 ) oder bei der Raiffeisenbank Schwandorf (1 601 490 ) überweisen. Noch hoffen die Eltern auf eine erfolgreiche Chemotherapie. Wenn nicht, kann Lennard nur eine Stammzellenspende retten. Dazu bedarf es aber eines genetischen Zwillings unter den 4,2 Millionen Registrierungen in Deutschland, darunter 6000 im Landkreis Schwandorf.
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