Gegenstimmen von den Grünen
Landkreis beteiligt sich an Netzwerk für Energie

Politik
Schwandorf
25.02.2016
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Die Energiekosten senken und den Kohlendioxid-Ausstoß verringern: Das soll durch einen effizienteren Umgang mit Energie gelingen können. Um ein entsprechendes Netzwerk dafür ins Leben zu rufen, wandte sich Professor Markus Brautsch von der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden an den Landkreis und lud ihn zur Teilnahme ein. Der Kreistag beschloss bei seiner Sitzung am Montag, sich diesem "Energieeffizienz-Netzwerk für Kommunen" anzuschließen. Gegenwind gab es überraschenderweise von den Grünen.

Wie der Wissenschaftler dem Kreis mitteilte, sollen an diesem Energieeffizienz-Netzwerk zwölf Landkreise und Städte teilnehmen. In drei Jahren seien jährlich vier Netzwerk-Treffen und außerdem 70 individuelle Beratertage für den Landkreis Schwandorf geplant. Am Ende soll ein realistisch umsetzbarer Maßnahmenkatalog zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz stehen. Laut Landrat Thomas Ebeling wird das Projekt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle im ersten Jahr mit 70 Prozent sowie im zweiten und dritten Jahr mit 50 Prozent gefördert. Die Kosten für den Landkreis belaufen sich nach Abzug der Zuschüsse auf 38 022 Euro in drei Jahren.

Grünen-Kreisrat Rudolf Sommer gefiel die Idee des Energie-Netzwerkes nicht: "Dieses Geld kann man sich sparen, die Energieberatung können Sie von mir auch haben", sagte er in einer Wortmeldung. Sommer fragte sich, wo der konkrete Nutzen für den Landkreis sei und sprach von "Konzepten, die irgendwo versanden, aber nichts bringen".

Landrat Thomas Ebeling war etwas überrascht, dass der Gegenwind ausgerechnet aus den Reihen der Grünen kam und erwiderte, dass er selber Gegner der "Konzeptionitis" sei. Professor Brautsch sei aber eine Koryphäe, die den Landkreis sicher weiter bringe. Mit den Gegenstimmen der Grünen-Fraktion beschloss der Kreisrat, sich an dem Energie-Netzwerk zu beteiligen.
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