Genehmigungsverfahren steht an
Klärschlamm: Informationen für Bürger

Auf dieser Freifläche zwischen Otto-Hahn-Straße und Müllkraftwerk soll die neue Klärschlammtrocknungsanlage des ZTKS entstehen. Bild: hfz
Politik
Schwandorf
20.09.2016
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Wie geht es weiter mit der Klärschlammentsorgung nach dem bereits absehbaren Auslaufen der landwirtschaftlichen Verwertung? Für den Landkreis Schwandorf zumindest scheint diese Frage beantwortet zu sein. Mit einer Informationsveranstaltung am Freitag, 30. September, ab 16 Uhr möchte der "Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf" (ZTKS) die Öffentlichkeit vorab über den geplanten Bau einer Klärschlammtrocknungsanlage informieren. Das teilte der Verband mit. 25 Kläranlagenbetreiber aus den Landkreisen Schwandorf, Neustadt/Waldnaab und Regensburg haben sich im November 2015 zum "Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf", kurz "ZTKS" zusammengeschlossen.

Ziel dieses Verbandes ist es, in Schwandorf eine Klärschlammtrocknungsanlage zu errichten. Der Standort wird östlich des Müllkraftwerks auf dem Gelände des Zweckverbandes Müllverwertung Schwandorf (ZMS) liegen. Dieser ist ebenfalls Gründungsmitglied des Verbandes und wird die Anlage künftig auch betreiben.Vorsitzender des ZTKS ist Schwandorfs OB Andreas Feller. Die Klärschlammtrocknungsanlage wird hauptsächlich aus Annahme- und Zwischenlagereinrichtungen, der eigentlichen Trocknerhalle mit zwei Bandtrocknern und der notwendigen Abluftreinigung sowie Biofiltern bestehen. Die entstehenden Abwässer sollen über eine eigene Druckleitung direkt zur Verbandskläranlage Schwandorf abgeleitet werden. Das Material wird von rund 75 Prozent auf unter 10 Prozent Wassergehalt getrocknet. Als "Ersatzbrennstoff" soll der getrocknete Schlamm an ein Zementwerk gehen. Die Verbrennung stößt auch auf Kritik, weil wertvoller Dünger (Phosphor) so verloren geht. Eine Rückgewinnung ist aber nach bisherigem Stand noch zu teuer. Eine Verbrennung des Trockengutes im Müllkraftwerk ist nicht vorgesehen.

Die Trocknungsanlage benötigt aufgrund der geplanten Durchsatzleistung eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung. Dazhu gehört eine Öffentlichkeitsbeteiligung. Zuständig für die Genehmigung ist das Landratsamt Schwandorf. Um die Öffentlichkeit bereits im Vorfeld des eigentlichen Genehmigungsverfahrens mit einzubeziehen und mögliche Anregungen noch mit in das Verfahren aufnehmen zu können, bietet der ZTKS die Bürger-Informationsveranstaltung an.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 30. September, um 16 Uhr (voraussichtliches Ende gegen 19 Uhr) im Sitzungssaal des neuen ZMS-Verwaltungsgebäudes in Schwandorf, Alustraße 7. Bei der Veranstaltung wird es umfangreiche Informationen über den ZTKS selbst, den Standort der geplanten Anlage , die Technik, das Genehmigungsverfahren und den Zeitplan geben. Außerdem besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Anregungen zu geben und verschiedene Aspekte mit den Fachleuten vor Ort zu diskutieren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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