Goppel: "Hier gelten unsere Regeln"

Zum Lichtmess-Empfang der CSA kamen Landesvorsitzender Thomas Goppel, stellvertretende Bezirksvorsitzende Renate Blochberger, Kreisvorsitzender Alexander Pangerl und MdB Karl Holmeier (von links). Bild: rid
Politik
Schwandorf
05.02.2016
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Seine Identität will Dr. Thomas Goppel (68) vor sich hertragen "wie eine Monstranz". Der gläubige Katholik ruft seine Mitstreiter auf, christliches Gedankengut hochzuhalten gegen "Sitten und Gebräuche, die uns behindern". Er sprach beim CSA-Lichtmess-Empfang.

Bei der Veranstaltung der Christlich-Sozialen-Arbeitnehmerschaft, die am Mittwoch in der "Ziegelhütte" in Ettmannsdorf bei Schwandorf stattfand, machte der CSA-Landesvorsitzende und frühere Staatsminister deutlich: "Bayern ist unser Zuhause, und hier gelten unsere Regeln." Der Freistaat habe so viele Zuwanderer aufgenommen wie kein anderes Land in Europa, sagt der ehemalige Minister. Von "Fremdenfeindlichkeit" könne also keine Rede sein.

Dr. Thomas Goppel begrüßt auch einen "Dialog der Kulturen". Er habe aber dort seine Grenzen, wo christliche Grundwerte in Zweifel gezogen werden. Wer hier wohne, für den müsse zum Beispiel gelten: "Männer und Frauen sind gleichberechtigt." Der CSU-Politiker wundert sich über die Forderung nach Zusammenführung der Flüchtlingsfamilien gerade von denen, "die vorher die Familien schlecht geredet und für überholt gehalten haben". Und der Bundesfinanzminister: Er ziehe plötzlich Geld aus der Schublade, "das er uns bisher vorenthalten hat".

Einer Meinung mit Holmeier


Dr. Thomas Goppel verteidigt die Kritik seines Vorsitzenden Horst Seehofer an der Kanzlerin. Es werde Zeit, "dass ihr mal jemand die Meinung sagt". Die Kritiker in den eigenen Reihen habe Angela Merkel längst weggemobbt. Dass sich jetzt die CSU gegen die Politik der Kanzlerin zur Wehr setze, sei für die Partei überlebenswichtig. Aber mit der AFD will Goppel nichts zu tun haben: "Die wollen uns in eine Zeit zurückführen, aus der wir herkommen."

Für den früheren bayerischen Wissenschaftsminister gehen zu viele Schüler aufs Gymnasium. Mit Blick auf die arbeitslosen Akademiker meinte Goppel: "Arbeitsmarktpolitisch gesehen bilden heute die Gymnasiasten den Kaffeesatz". Absolventen der Beruflichen Oberschule oder Jugendliche mit dualer Berufsausbildung seien von Arbeitslosigkeit weit weniger bedroht.

MdB Karl Holmeier verteidigt die Russlandreise des bayerischen Ministerpräsidenten und betont: "Die Außenpolitik ist schon immer ein Markenzeichen der CSU gewesen. Das lassen wir uns nicht nehmen." Arbeitsplatzsicherheit, geringe Arbeitslosigkeit und eine "schwarze Null im Haushalt" - das zeichne die CSU-Politik aus.

Der Bundestagsabgeordnete begrüßte die Maßnahmen zur Verschärfung des Asylrechts. Holmeier ist für eine "europäische Lösung". Wenn sie nicht komme, "werden wir den deutschen Weg gehen müssen".
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