Grundstückspreise für Kranzlohacker festgelegt
Teurer als am Hasenbuckel

Das Baugebiet Kranzlohacker in Klardorf, hier von der Pfingstrosenstraße aus gesehen, soll vermarktet werden. 82 Euro soll der Quadratmeter zuzüglich Erschließung kosten. Bild: Götz
Politik
Schwandorf
15.11.2016
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82 Euro zuzüglich der Kosten für die Erschließung kostet der Quadratmeter Baugrund im Gebiet "Kranzlohacker" in Klardorf. Das legte der Hauptausschuss am Dienstag fest. Nur Alfred Damm (ÖDP) fand das zu teuer.

Die planungsrechtlichen Grundlagen für das Baugebiet westlich des Ranawerks sind geschaffen. Durch entsprechende Abstände zum Werk ist auch gesichert, dass es keine Lärmprobleme gibt. Jetzt sollen die Grundstücke verkauft werden. Ab Dezember will das Rathaus die Flächen zur Reservierung freigeben, kündigte Armin Rank von der Verwaltung an.

Der Bodenrichtwert des Gutachterausschusses am Landratsamt liegt bei 85 Euro je Quadratmeter inklusive Erschließung. Dieser Wert stammt allerdings von 2014. Die Nachfrage hat seitdem die Grundstückspreise in die Höhe getrieben.

Die städtischen Grundstücke in Fronberg am Hasenbuckel wurden für 78 Euro (jeweils zuzüglich Erschließung) verkauft, für Klardorf hält die Verwaltung 82 Euro für angemessen. Inklusive der Erschließungskosten würde der Quadratmeterpreis dann etwa bei 115 bis 120 Euro liegen. Damit bleibe die Stadt laut Rank unter den Preisen im Städtedreieck, die bis zu 150 Euro betragten. Auch Bewerbern um die Bauplätze sei dieser Preis bereits vorbehaltlich des Beschlusses avisiert worden. Interessenten aus dem Raum Regensburg hätten dies durchaus wohlwollend quittiert. Alfred Damm widersprach. Die Stadt solle sich nicht mit Regensburg oder dem Städtedreieck vergleichen. Er hielt einen Preis von 78 Euro je Quadratmeter für angemessen, wie in Fronberg. Oberbürgermeister Andreas Feller plädierte für die 82 Euro. Dass Bauland knapper wird, müsse sich durchaus in den Preisen niederschlagen. Kurt Mieschala (UW) plädierte dafür, den auf drei Jahre festgelegten Bauzwang für jedes Grundstück einzeln fest zu schreiben. So werde verhindert, dass Bauwerber mehrere benachbarte Grundstücke kaufen und nur ein Haus drauf bauen. Das sei nicht Ziel der Stadt. Franz Schindler (SPD) plädierte für den von der Verwaltung vorgeschlagenen Preis. Gegen die Stimme von Alfred Damm wurden die 82 Euro je Quadratmeter zuzüglich Erschließung schließlich dem Stadtrat zum Beschluss empfohlen.
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