Hauptausschuss steht Betreuungskonzept positiv gegenüber
"Haus für Kinder" neben Windmühle

Politik
Schwandorf
11.07.2016
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Geht es nach dem Hauptausschuss des Stadtrates, wird es in der Stadt bald ein "Haus für Kinder" geben, das Kinderkrippe und Kindergarten vereint. Nach den Erhebungen der zuständigen Stadtkämmerei werden mindestens zwei, eher schon drei zusätzliche Krippengruppen (bis drei Jahre, je zwölf Plätze) benötigt. Der Bedarf für Kindergartenplätze (ab 3 bis zum vollendeten 5. Lebensjahr) liegt bei zwei zusätzlichen Gruppen mit 50 Plätzen.

Auch einen Vorschlag für einen Standort unterbreitete Kämmerer Jens Wein in der Sitzung am Montag: Ein städtisches Grundstück neben dem Vitalzentrum - im Volksmund die Windmühle - an der Hoher Bogen Straße. Im Stadtosten sei das Angebot an Betreuungsplätzen eher niedrig, die Verkehrsanbindung sei gut und schließlich entstehen in Niederhof zwei neue Baugebiete, gerade für Familien.
Drei potenzielle Träger für ein "Haus für Kinder" haben sich bei der Stadt bereits beworben. Die Arbeiterwohlfahrt, das BRK und die Johanniter. Wer zum Zug kommt, muss der Stadtrat entscheiden. Die Fraktionssprecher signalisierten grundsätzliche Zustimmung zum Konzept. Ein offener Punkt, an dem SPD-Sprecher Franz Schindler einhakte: Soll die Stadt das Gebäude bauen oder ein Träger? Nach einigen Abschweifungen sagte Wein, dass die Verwaltung für einen privaten Bauherren plädieren würde. Das Haus müsse nämlich Ende 2018 fertig abgerechnet sein, um in den Genuss hoher Fördermittel zu kommen. Das Tempo könne ein Privater besser schultern, bei der öffentlichen Hand dauere "manches etwas länger". Genau genommen ein Armutszeugnis, das noch für Debatten im Stadtrat sorgen dürfte, zumal die SPD eher einen städtischen Bau favorisiert. Außen vor bleiben die Kirchen. Gespräche hätten ergeben, dass die Pfarreien kein Interesse an einer Erweiterung ihrer Kinderbetreuungseinrichtungen haben, so Jens Wein. (Bericht folgt)
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