Heimaufsicht und Bewohnerbefragung bestätigen Qualität der Versorgung
Bestnoten für das Elisabethenheim

Politik
Schwandorf
23.11.2016
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Die Bewohner des Elisabethenheims sind mit der Arbeit im Haus sehr zufrieden, die Heimaufsicht hat bei einer unangekündigten Begehung keine Mängel festgestellt und finanziell lief das erste Halbjahr auch sehr gut. Geschäftsführer Egon Gottschalk konnte dem Alten- und Pflegeheimausschuss des Stadtrates am Dienstag durchweg gute Nachrichten präsentieren.

Im Sommer hatte das Haus eine freiwillige Bewohnerbefragung organisiert. Sie diese der Qualitätssicherung, sagte Gottschalk. 86 der 154 Fragebögen wurden zurückgegeben. Eine gute Quote, meinte Gottschalk. Gegenüber einer Befragung im Jahr 2009 habe sich das Ergebnis "leicht verbessert, auch wenn drei Bewohner nicht mit uns zufrieden sind", zog er Bilanz. Auffallend ist auch, dass trotz des höheren Personalschlüssels die (Schul-) Note im Bereich Beschäftigung/Betreuung mit 1,8 etwas schlechter ausfiel als noch 2009 (1,4). Auch die Speisenversorgung wurde mit 1,8 etwas schlechter benotet als vor sieben Jahren (1,5).

Im ersten Halbjahr 2016 war das Elisabethenheim zu 98 Prozent ausgelastet - was Belegung von durchschnittlich 176 von 180 Plätzen entspricht. Es sei ein zunehmender Bedarf an Kurzzeitpflege fest zu stellen, sagte Gottschalk. 26 Bewohner starben im ersten Halbjahr. Im Haus leben im Vergleich zu anderen Einrichtungen verhältnismäßig viele rüstige Senioren mit geringem Pflegebedarf. "Das belebt das Haus", sagte Gottschalk und spreche für die gute Versorgung. Auch die Innenstadtlage ziehe rüstige Senioren an. Gut 2,7 Millionen Euro nahm das Haus an Heimentgelten ein, etwa 40 000 Euro mehr als veranschlagt. Begründet ist das in der hohen Auslastung. Dazu kommen 146 000 Euro Zuschläge für die 140 Bewohner mit "eingeschränkter Alltagskompetenz".

Die Photovoltaikanlagen auf dem Haus brachten die erwarteten Erlöse. Für die Essensversorgung gab das Heim weniger aus als kalkuliert: 4,37 Euro pro Person und Tag. Veranschlagt waren 4,44 Euro. Der Ausschuss nahm von den Zahlen Kenntnis und bedankte sich für die Arbeit des "ganzen Teams", wie Christian Eimer (CSU), Alfred Braun (SPD) und Lothar Walz (FW) betonten.

"Ihr könnt stolz auf euch sein", sagte Dr. Jochen Glamsch (UW) und bezog sich damit auf das Ergebnis der unangemeldeten Prüfung durch die Heimaufsicht des Landratsamts. Dabei wird unter anderem stichprobenartig die Versorgung von Bewohnern nach fixen Kriterien überprüft. Die Aufsicht bestätigte eine "uneingeschränkt sehr gute Versorgung", die Prüfer hätten auch ein großes Lob für die hohe Wohn- und Lebensqualität im Haus ausgesprochen, sagte Egon Gottschalk. Es wurden keinerlei Mängel festgestellt.

Das Elisabethenheim ist ein Betrieb der Bürgerspitalstiftung. Deren Vermögen besteht zum großen Teil aus Wald. In der "Körperschaftswaldverordnung" ist geregelt, dass alle 20 Jahre eine "Forsteinrichtung", also eine forstliche Planung vorgelegt werden muss. Der Spitalwald soll den Klima-Anforderungen entsprechend umgebaut werden, Ziel sind 25 Prozent Laubbäume. Der Einschlag wird bis 2036 auf rund 3000 Festmeter pro Jahr gesteigert (bisher 2100 Ster). Kalkuliert wird mit einem jährlichen Erlös von 40 000 Euro.
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