Höhere Tariflöhne und Minister-Anweisung
Elisabethenheim wird teurer

Der Speisesaal des Elisabethenheims wird erweitert. Bis Ende August, Anfang September soll der Bau abgeschlossen sein. Für den Anstieg der Heimkosten spielt diese Erweiterung keine Rolle. Bild: Hösamer
Politik
Schwandorf
30.05.2016
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Die Mitarbeiter des Elisabethenheims können sich über eine deutliche Lohnerhöhung freuen, sie werden nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt. Für die Bewohner bedeutet das steigende Heimkosten. Für die Erhöhung ist aber auch eine Anweisung aus dem Gesundheitsministerium mitverantwortlich.

Zusätzliche Nachtwache


Neben den steigenden Tarifgehältern für die gut 130 Mitarbeiter (90 Planstellen) sorgt auch eine Anweisung aus dem Bayerischen Gesundheitsministerium für zusätzliche Kosten. Künftig müssen nachts mehr Kräfte vor Ort präsent sein. Im Elisabethenheim sind deshalb laut Geschäftsführer Egon Gottschalk seit 1. Januar 2016 vier statt drei Kräfte als Nachtwache eingesetzt. Für das Elisabethenheim bedeutete das 2,5 zusätzliche Planstellen. Unverändert bleibt der Investitions-Anteil, den die Bewohner mittragen. Die Erweiterung des Speisesaals, die rund 350 000 Euro kostet, schlägt bei der Erhöhung also nicht zubuche.

Im vergangenen Jahr erwirtschafteten Heim und Bürgerspitalstiftung einen Überschuss von 454 780 Euro. Er wird dem Eigenkapital zugeführt, das auf gut 8,37 Millionen Euro steigt. Die 180 Plätze des Elisabethenheims waren 2015 beinahe durchgängig voll belegt, das brachte Einnahmen von 145 000 Euro über dem Ansatz. Das Heim erwirtschaftete gesamt einen Überschuss von 277 833 Euro. Die Bürgerspitalstiftung schloss das Jahr 2015 mit einem Überschuss von knapp 177 000 Euro ab, aufgeteilt in die Forstwirtschaft (knapp 53 000 Euro), Grundstücksverwaltung (81 000 Euro) und Finanzanlagen (42 000 Euro).

Kein Schulessen mehr


Das Elisabethenheim zog sich aus der Versorgung mit Schulessen zurück. Begründet wurde dies mit der Vergrößerung des Heims auf 180 Plätze und der damit einhergehenden Auslastung der Küche. Außerdem stand der Ertrag nicht mehr im Verhältnis zum Aufwand, wie Gottschalk gegenüber dem NT sagte.

Die Sprecher der Fraktionen im Ausschuss lobten ausdrücklich die gute Arbeit im Heim und in der Geschäftsführung. Die Erhöhung sei zwar schmerzlich, andererseits trage die Erhöhung der Tarifgehälter sicher auch zur Motivation der Beschäftigten bei.
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