Kinder mit Handicap an den Regelschulen
Inklusion ist die Regel

Für die Kinder an der Gerhardingerschule (Bild) ist Inklusion schon selbstverständlich, sei es in den Regel- oder den Kooperationsklassen. Bild: Hirsch
Politik
Schwandorf
29.04.2016
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Kinder mit Behinderungen haben ein Recht darauf, an Regelschulen unterrichtet zu werden. "Inklusion" lautet das Stichwort. An den Grundschulen der Stadt läuft das problemlos, erfuhr der Hauptausschuss des Stadtrates am Mittwoch.

Kein Handlungsbedarf


Die gab Kämmerer Jens Wein im Hauptausschuss am Mittwoch nach einer Umfrage an den Grundschulen. Fazit: Akuter Handlungsbedarf besteht nicht. Dass sich einzelne Schulen mehr Lehrerstunden für die Inklusions-Aufgaben wünschen würden, ist nicht Sache der Stadt, die nur für den Sachaufwand zuständig ist.

Außer in Klardorf - dort besteht kein Bedarf - werden an allen Schulen Kinder mit Beeinträchtigungen in "Einzelinklusion" unterrichtet. Das heißt, dass Kinder, die etwa an Diabetes leiden oder Hörprobleme haben, in den Regelklassen unterrichtet werden. An der Grundschule Ettmannsdorf wird ein Kind mit Asperger Syndrom unterrichtet, die Kreuzbergschule besucht ein Kind mit Gehbehinderung. Auch Kinder mit psychosozialen Problemen besuchen Regelklassen.

Kooperationsklassen


An der Gerhardinger- und der Kreuzbergschule gibt es außerdem Kooperationsklassen, in denen sich auch zusätzliche Lehrkräfte und den sonderpädagogischen Bedarf der Kinder kümmern. Barrierefreiheit ist an den Schulen zumindest im Erdgeschoss gegeben. Andreas Wopperer (CSU) nannte das Ergebnis "erfreulich", ebenso Ulrike Roidl (SPD), die hinzufügte, dass Inklusion und Barrierefreiheit "Stand der Dinge" sein sollte. Sie verwies darauf, dass die Zahl der Kinder mit Beeinträchtigungen in den Kindergärten zunehme, mithin das Thema Inklusion auch verstärkt auf die Grundschulen zurollt. Bei Sanierungen werde auch speziell darauf geachtet, fügte Barbara Hellerbrand hinzu. Auf Nachfrage von Alfred Damm (ÖDP/AuGe) sagte sie, dass bei fälligen Generalsanierungen gegebenenfalls auch an Aufzüge zu denken sei. "Nicht der letzte Winkel in jedem Schulhaus muss barrierefrei erreichbar sein, sondern nur die erforderlichen Räume", sagte Oberbürgermeister Andreas Feller.
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