Konsequenter Schuldenabbau
Landkreis Schwandorf finanziell in verbesserter Lage

Diese Würdigung der Regierung ist wieder absolut positiv.
Politik
Schwandorf
15.12.2015
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Der Landkreis sieht sich finanziell auf einem guten Weg. Dafür bekam er Lob von der Rechtsaufsicht. Auch im nächsten Jahr möchte er seine Politik der Entschuldung fortsetzen.

Von Geldsegen, Rekordvolumina und sprudelnder Gewerbesteuer las Kreiskämmerer Michael Neckermann, als er während des Jahres die Haushaltsverabschiedungen in den Kommunen des Kreises mitverfolgte. Darüber freute er sich. Denn davon profitiert auch der Landkreis. Er konnte somit heuer fünf markante Ziele verwirklichen: hohe Zuführungs- und Investitionsrate, keine neuen Kredite, Schuldenabbau, Erhöhung der Rücklage und Senkung der Kreisumlage. "Kurzum, wir schafften eine Haushaltssatzung, die seit Jahren wieder einmal keine genehmigungspflichtigen Bestandteile enthält", betonte er in seinem Finanzbericht, den er - den Gepflogenheiten entsprechend - in der letzten Kreistagssitzung des Jahres erstattete.

Zufrieden konnte er am Montag auch die rechtsaufsichtliche Würdigung zusammenfassen, die von der Regierung der Oberpfalz ans Landratsamt geschickt worden war. Sie konzentrierte sich ebenfalls auf fünf Punkte:

Die Haushaltslage des Landkreises stellt sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich besser dar.

Das seit Jahren hohe Niveau der Investitionsausgaben wird im laufenden Haushaltsjahr nochmals angehoben.

Bei der allgemeinen Rücklage wird ein Vorhalten eines finanziellen Polsters empfohlen.

Die dauernde Leistungsfähigkeit des Landkreises ist derzeit gegeben.

Das Ziel einer nachhaltigen Haushaltswirtschaft, zu der primär die Rückführung der Verschuldung zählt, wird konsequent fortgesetzt. Die Beschleunigung des Schuldenabbaus wird daher begrüßt.

"Die Rechnung geht auf", sagte Neckermann und griff aus der Etat-Abwicklung des Jahres 2015 nur wenige Punkte heraus: In der Jugendhilfe werde es nun insgesamt doch nicht zu den Mehrausgaben kommen, die im Sommer noch angenommen worden waren. Außerdem gelinge es, Mehrausgaben in anderen Bereichen gut zu kompensieren. Das funktioniere über beträchtliche Mehreinnahmen aus dem Kommunalanteil an der Grunderwerbssteuer und durch außerplanmäßige Bedarfszuweisungen. Insgesamt könne von einem positiven Jahresabschluss ausgegangen werden.

Klares Ziel vor Augen


Der Kämmerer arbeitet längst bereits wieder am nächsten Haushalt. "Nach dem Willen des Kreistages hat der eingeschlagene Weg des Schuldenabbaus Priorität, und er muss weiterhin im Vordergrund stehen, auch wenn andere Aufgaben und Ziele drängen", weiß er. In seinem Ausblick auf 2016 (ausführlicher Bericht folgt) kündigte er an, dass die Verschuldung nochmals um 2,4 Millionen Euro sinken soll. Nach dem Höchststand reduziere sich der Schuldenberg dann innerhalb von vier Jahren um 9,1 Millionen Euro. "Darüberhinaus sollten wir aber auch für ein finanzielles Polster sorgen, denn es ist gegenwärtig sehr schwer einzuschätzen, was noch alles auf uns zukommt", riet er den Kreistagsmitgliedern zur Vorsicht.
Diese Würdigung der Regierung ist wieder absolut positiv.Kreiskämmerer Michael Neckermann
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