Lärmsanierung: 120 000 Waggons bis zum Jahr 2020
„Auf gutem Weg“

MdB Karl Holmeier und OB Andreas Feller informierten sich über den Umrüstungsstand hin zu leisen Güterwaggons. Bild: hfz
Politik
Schwandorf
28.01.2016
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Schwandorf/Berlin. "Wir sind beim Lärmschutz im Bahnverkehr auf einem guten Weg", fasst Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier zusammen. "Private Waggonhalter und DB-Schenker rüsten bis 2020 die komplette Flotte um".

Karl Holmeier, verkehrspolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe, hat sich in Berlin mit dem Geschäftsführer des VPI - Verband der Güterwagenhalter in Deutschland e.V. - Jürgen Tuscher, sowie der Lärmschutzbeauftragten der Deutschen Bahn AG, Ines Jahnel, getroffen. Beide haben laut Holmeier versichert, dass die zusammen knapp 120 000 Waggons der jeweiligen deutschen Unternehmen bis 2020 umgerüstet oder erneuert seien. Bereits Ende 2016 werde die Hälfte der in Deutschland verkehrenden privaten Güterwagen leise unterwegs sein. Begleitet wurde Holmeier vom Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller.

Für Karl Holmeier ist das "ein wichtiger Schritt für mehr Lärmschutz der Bevölkerung. Allein die circa 69 000 Waggons der im VPI organisierten privaten Güterwagenhalter stehen für die Hälfte der Laufleistung im Transport des deutschen Güterverkehrs auf der Schiene." VPI-Geschäftsführer Tuscher stellte fest, dass bereits über 20 000 Waggons umgerüstet worden seien. Insgesamt würden 40 000 Waggons ausgemustert und durch neue mit Komposit-Sohle (noch leiser als LL-Sohle) ersetzt, weitere 30 000 würden auf LL-Sohle (Flüsterbremse) umgerüstet. Zudem seien deutschlandweit bereits knapp 1500 Kilometer Schienenstrecke lärmsaniert und jährlich kämen 100 Kilometer hinzu. Laut Holmeier müsse man jetzt darauf achten, dass auch ausländische Betreiber die Lärmschutzstandards einhalten: "Es muss ab 2020 ein Durchfahrverbot für laute Züge geben".
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