Landesgartenschau im Blick

Die Wöhrvorstadt mit der Schuierermühle sollte in den Planungen für eine Landesgartenschau mit einbezogen werden. Die Reaktivierung alter Gebäude an der Naab würde nach Meinung der SPD-Fraktion nach Stadtbild nachhaltig verbessern. Bild: Hirsch
Politik
Schwandorf
02.12.2016
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"Wir wollen den Antrag nicht ablehnen", betonte CSU-Fraktionsvorsitzender Andreas Wopperer, "sondern nur zurückstellen". Antragsteller Manfred Schüller und die Mitglieder der SPD-Fraktion konnten mit der Absichtserklärung "leben". Sie stießen mit ihrem Antrag, die Stadt solle sich um die Ausrichtung einer Landesgartenschau bewerben, auf breite Zustimmung.

Doch die Entscheidung sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht reif, waren sich die Mitglieder des Planungs- und Umweltausschusses bei ihrer Sitzung am Mittwoch einig. Denn das Konzept der SPD setze voraus, dass die Stadt das ehemalige Bahngelände zwischen Egelseer Straße und den Bahngleisen erwerben könne. Das Herzstück, der frühere Lokschuppen, ließe sich in eine Stadthalle oder ein Kulturzentrum ausbauen, so die Überlegungen der SPD-Fraktion.

Stärker am Fluss orientieren


Nach deren Vorstellung sollte neben dem Bahngelände auch der Stadtpark, die Wöhrvorstadt mit Schuierermühle und der ehemalige Schlachthof einbezogen werden. Dort könnte eine Gründerwerkstatt oder ein Stadthotel entstehen, so Manfred Schüller. Er wünscht sich eine Rückbesinnung auf die Geschichte der Stadt. Schwandorf verdanke seine Entstehung der Naab und sollte sich wieder stärker am Fluss orientieren.

Die SPD verspricht sich von einer Bewerbung die Lösung einiger städtebaulicher Probleme. Vom barrierefreien Bahnhof über eine Erweiterung des Park-&-Ride-Parkplatzes bis zu neuen Übergängen für Fußgänger und Radfahrer von der Naabuferstraße Richtung Stadtpark und Wöhrvorstadt. "Die Bewerbung könnte mehr Leben nach Schwandorf bringen und historische Gebäude einer neuen Nutzung zuführen", fasste Schüller die Argumente zusammen.

Bei den Mitgliedern des Planungsausschusses stieß das Konzept grundsätzlich auf Zustimmung. Oberbürgermeister Andreas Feller bezeichnete die Pläne der SPD als "wünschenswert, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht durchführbar". Erst wenn die Stadt das Bahn-Areal erworben habe, könne man in die Diskussion eintreten. Auch dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Andreas Wopperer waren die SPD-Vorstellungen sympathisch, er sieht "in zahlreichen Punkten aber Klärungsbedarf".

"Ein tolles Konzept"


CSU-Stadtrat Franz Radlinger stellte die Frage nach den Kosten für die Stadt. UW-Stadtrat Kurt Mieschala riet dazu, das Anforderungsprofil für eine Landesgartenschau Schritt für Schritt abzuarbeiten. Marion Juniec-Möller warb für eine Unterstützung des Antrags, um ein Signal zu setzen. Auch Andreas Weinmann (SPD) forderte einen positiven Beschluss: "Alles andere wäre ein falsches Zeichen". Die Ausschussmitglieder einigten sich einstimmig darauf, den SPD-Antrag zu befürworten, verbunden mit dem Arbeitsauftrag an die Verwaltung, die grundlegenden Vorarbeiten für ein Konzept in die Wege zu leiten. Zuvor hatte Sabine Pollinger, die Leiterin der Stadtplanungsabteilung, den Vorstoß der SPD mit deutlichen Worten gelobt: "Es ist ein tolles Konzept. Inhaltlich unterstützen wir das alles voll."
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