Landkreis erhöht die ÖPNV-Mittel

Für den öffentlichen Personennahverkehr greift der Landkreis in diesem Jahr wieder tiefer in die Tasche. Bild: Huber
Politik
Schwandorf
08.03.2016
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Die Ausgaben für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) steigen seit Jahren kontinuierlich an. Auch in diesem Jahr wird der Landkreis dafür wieder deutlich tiefer in die Tasche greifen. Vor allem die Studenten wird das aber freuen.

Ab dem 1. April gelten Fahrkarten des Regensburger Verkehrsverbundes (RVV) - und damit auch das Semesterticket der Uni Regensburg - im gesamten Landkreisgebiet. Das bedeutet, dass eine Fahrt zum Beispiel von Wernberg-Köblitz in die Domstadt in Zukunft mit einem RVV-Ticket möglich ist. Bislang galt es, eine Karte bis Schwandorf zu lösen, bevor ab dort dann das Ticket des Regensburger Verkehrsverbundes gültig war.

Diese Ausweitung des Tarifgebietes ist ein Grund, warum die Ausgaben des Landkreises für den öffentlichen Personennahverkehr voraussichtlich um weitere 153 400 Euro auf insgesamt 811 500 Euro in diesem Jahr ansteigen. Diese Zahlen gab Kreiskämmerer Michael Neckermann bei der Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik (KUTA) bekannt. Den Ausgaben stehen nur um 10 000 Euro steigende Einnahmen in Höhe von 240 000 gegenüber. Das bedeutet, dass der Eigenanteil des Landkreises im Vergleich zum Vorjahr um 36,7 Prozent oder 153 400 Euro ansteigt. Der Löwenanteil der Ausgaben fließt in Zuschüsse an private Unternehmen.

Zuschuss für Recyclinghöfe


Insgesamt liegen drei Einzelpläne des Landkreis-Haushaltes im Zuständigkeitsbereich des Ausschusses für Kreisentwicklung, Umweltschutz und Touristik. Darunter fällt neben dem öffentlichen Personennahverkehr auch der Punkt "Fremdenverkehr, Abfallwirtschaft und Wirtschaftsförderung". Hier stechen im Etat-Ansatz vor allem deutlich gestiegene Ausgaben im Bereich der Abfallwirtschaft ins Auge. Geplant sind in diesem Jahr rund 600 000 Euro - ein Plus von 565 000 Euro im Vergleich zum Vorjahr. Das hat den Grund, dass der Landkreis im Zuge des notwendigen Ausbaus der Recyclinghöfe zur Umsetzung des Abfallwirtschaftskonzeptes in den Gemeinden 80 Prozent der Kosten übernimmt.

Um die Einnahmen und Ausgaben bei der Abfallwirtschaft - 8 074 640 Euro - auszugleichen, ist laut Neckermann eine Entnahme aus der Sonderrücklage in Höhe von 1 393 340 Euro nötig. Das sind rund 133 000 Euro mehr als im Vorjahr. Im Einzelplan "Kultur" sind Zuschüsse des Kreises zum Beispiel für die Denkmalpflege (35 000 Euro), die Lernende Region (25 000 Euro), das Centrum Bavaria Bohemia (20 000 Euro), das Landestheater Oberpfalz (14 000 Euro) oder den Jahresband Kultur und Geschichte (10 000 Euro) zu finden. Für das Touristikinformationszentrum besteht laut Haushaltsentwurf heuer ein Zuschussbedarf in Höhe von 371 200 Euro. Das wären 23 800 Euro mehr als im Vorjahr. Maria Baumer (CSU) äußerte sich im Namen ihrer Fraktion "dankbar, dass sich besonders im Bereich des ÖPNV etwas tut". Das hob auch Bernhard Krebs für die SPD-Fraktion hervor: Er bezeichnete den öffentlichen Personennahverkehr als wichtig für die Kreisentwicklung. Einstimmig nahm der KUTA Kenntnis von den ihn betreffenden Haushaltsansätzen und empfahl dem Kreistag, die vorgesehenen Mittel soweit irgendwie möglich im Haushaltsplan für dieses Jahr einzuplanen.
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