Lindenschule: Pläne für Sanierung gebilligt
Ein Wunsch ist noch offen

Die Linde vor dem Bauteil A (rechts) soll stehen bleiben, der Zugangsbereich wird komplett neu gestaltet. Bild: Hösamer
Politik
Schwandorf
27.09.2016
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So soll sich die Lindenschule künftig von der Siemensstraße her nach der Generalsanierung präsentieren. Die Turnhalle (links) wird endlich gedämmt, der Querbau zwischen den beiden großen Blöcken abgerissen und zweistöckig neu gebaut. Bild: hfz/Knipl, Pracht und Partner

Die Linden bleiben stehen, die Gebäude werden modern, die Feuchtigkeit soll aus den Kellerwänden: Die Sanierung der Lindenschule rückt näher. Der Bauausschuss gab am Montag sein Plazet zu den Plänen von Architekt Peter Pracht. Rektorin Ella Vierl ist zufrieden, hegt aber noch einen Wunsch.

Keine Container


Vom Gedanken einer "Containerschule" als Ersatz während der Bauzeit nahm Pracht schnell Abschied - sie würde mindestens 1,5 Millionen Euro kosten. Jetzt wird die Sanierung in zwei große Abschnitte geteilt, drei Jahre ab Sommer 2017 sollen die Arbeiten dauern. Dazu werden wohl einige der zwölf Klassen ausgesiedelt werden müssen. Ella Vierl hofft, dass der Hort umzieht, und sie neun Klassen im Haus behalten kann. "Das wäre mein großer Wunsch", sagte sie. So weit sind die Pläne aber noch nicht.

Zunächst muss das vorgesehene Raumprogramm mit der Regierung abgeglichen werden. Pracht will die Verwaltung aus dem nördlichen Teil in den bisherigen Verbindungsbau nach vorne holen. Dazu wird der Querbau mit dem Haupteingang abgerissen und mit einem zusätzlichen Stock neu gebaut. Im Untergeschoss wird ein Textil-Arbeitsraum Platz finden. Über eine Böschung kann er vom Pausenhof her belichtet werden. Im Erdgeschoss werden Pausenhalle und ein Mehrzweckraum untergebracht, im ersten Stock Schulleitung, Verwaltung und Lehrerzimmer samt Nebenräume.

Elf Klassenzimmer


Das Gebäude wird barrierefrei, dazu wird ein neues Treppenhaus samt Aufzug anstelle eines Bestehenden gebaut. Im Untergeschoss sind zwei genutzte Räume durch aufsteigende Feuchtigkeit betroffen. Auch hier will Pracht eingreifen und abdichten. Zehn der elf künftigen Klassenzimmer werden im noch nicht sanierten Bautrakt A aus dem Jahr 1954 untergebracht. Weil die Verwaltung umzieht, sind Differenzierungs- und Ergänzungsräume möglich. Tatsächlich werden an der Schule derzeit zwölf Klassen unterrichtet, mehr als elf Klassenräume werde aber das Raumprogramm nicht hergeben, mit Blick auf künftige Schülerzahlen, sagte Pracht. Platz wird aber etwa in einem Saal der Mittagsbetreuung sein. Der Hort wird um eine Gruppe auf drei für dann 75 Kinder aufgestockt und braucht deshalb mehr Platz. Auch den bringen die Planer unter, im bereits teilsanierten "Bauteil B". Die bislang völlig ungedämmte Turnhalle wird auch modernisiert. Die Sanierung der alten Schule birgt einen unschätzbaren Vorteil: Die Klassenzimmer bleiben großzügiger, in einem Neubau wären sie rund zehn Quadratmeter kleiner.

Der Schulgarten mit den Linden und vor dem Gebäude bleibt weitgehend unverändert, wird aber aufgepeppt. Eine Laufbahn und eine Sprunggrube sollen eingebaut werden. Die Außenanlagen plant das Büro "lohrer.hochrein". Eine der Hauptaufgaben besteht darin, den Zugangsbereich barrierefrei zu gestalten. Der Haupteingang liegt immerhin 1,50 Meter höher als das Niveau der Siemensstraße. Der Ausschuss billigte die Entwürfe. Eine Kostenschätzung wird es erst nach Absprache mit der Regierung geben. Die Ergebnisse sollen am 10. Oktober im Stadtrat vorgelegt werden.
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