Lindenschule: Stadtrat billigt Planungen von Architekt Peter Pracht
Generalsanierung nach knapp 70 Jahren

Der bestehende Verbindungsbau an der Lindenschule wird abgerissen und durch ein zweistöckiges Gebäude ersetzt. Bild: Götz
Politik
Schwandorf
12.10.2016
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"Viele Probleme sind gut gelöst", sagte Marion Juniec-Möller (Grüne) in den Stadtratssitzung am Montag zu den Plänen für die Sanierung der Lindenschule. Das wertete offenbar auch die Regierung der Oberpfalz so: Wie Architekt Peter Pracht (Büro Knipl, Pracht und Partner) dem Gremium erläuterte, wurden seine Vorschläge bei einem Termin wenige Stunden vorher bis auf kleine Änderungen gebilligt.

Die Absprache mit der Regierung ist entscheidend, sie legt das Raumprogramm für Schulen fest. Da hat die Generalsanierung gegenüber einem Neubau einen Vorteil, der sich auch in Zahlen ausdrückt: Klassenzimmer mit 70 Quadratmetern (qm) Größe würden in einem Neubau nicht mehr entstehen, sie würden 10 qm kleiner. An der Lindenschule können die künftig elf Klassenräume so groß bleiben.

Neuer Zwischenbau


Der Bauausschuss hatte den Entwurf Prachts bereits gebilligt (wir berichteten). Augenfälligster Unterschied gegenüber der heutige Schule wird der neue Zwischenbau sein. Der Bestand wird abgerissen, der Neubau zweistöckig. Im Erdgeschoss werden unter anderem Pausenhalle und Mehrzweckraum (neu) Platz finden, im ersten Stock Lehrerzimmer, Schulleitung und Verwaltung. Letztere waren bisher ganz am Ende des östlichen Trakts A untergebracht. Durch die Verlegung werden in diesem Bau zusätzliche Differenzierungs- und Nebenräume möglich. An diesem Baukörper - wie die ganze Schule knapp 70 Jahre alt - muss auch die Hülle saniert werden, ebenso Räume im Keller.

Hort wird größer


Der Hort an der Lindenschule wird erweitert und künftig drei Gruppen betreuen können. Auch diese Räume brachte Pracht planerisch unter, im westlichen Trakt, der bereits energetisch saniert ist. Die Turnhalle braucht eine Dämmung, das Dach muss erneuert werden, die Innenausstattung sowieso. All das dauert. Zwei Jahre Bauzeit wären möglich, so Pracht. Allerdings müsste dann die Schule ausziehen, eventuell in eine Containerlösung. Die würde für die Stadt geschätzte 1,5 Millionen Euro kosten. Also: Drei Jahre Bauzeit in zwei größeren Abschnitten. 2017 in den Sommerferien soll es losgehen. Über die Kosten konnte Pracht noch keine seriöse Auskunft geben. Die Aufgaben seien so komplex, dass eine Schätzung über Kubatur oder Fläche nicht möglich sei. Außerdem müssen die Planer unterschiedliche Aufgaben wie Hort und Schule getrennt berechnen, das fordern die Zuschussstellen. Der Stadtrat lobte die Entwürfe einhellig und billigte sie. Bis Ende November sollen die Kostenschätzungen vorliegen und dem Rat präsentiert werden.
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