MdB Karl Holmeier absolviert Praktikum an der Tankstelle
O`zapft is

Tankstellen-Inhaber Thomas Fischl (rechts) erklärte Karl Holmeier, wie die Kasse funktioniert. Anschließend half der Bundestagsabgeordnete mit. Bild: doz
Politik
Schwandorf
06.10.2016
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Eigentlich heißt es zum Auftakt des Oktoberfestes stets: O'zapft is. Am Mittwoch hätte der Ausspruch aber auch gepasst. Karl Holmeier (CSU) absolvierte in einer Tankstelle ein Praktikum. Dem Bundestagsabgeordneten ging es dabei vor allem darum, eine Botschaft zu vermitteln.

Ganz unerfahren ist Karl Holmeier nicht. In den vergangenen Jahren hat er bereits Praktika im Landschaft- und Gartenbau absolviert. Er ist auch bei weitem nicht der einzige Bundestagsabgeordnete, der für einen Tag in einem Unternehmen tätig ist - heuer sind es 110. Denn die jährliche Aktion "Praxis für Politik", an der Holmeier sich beteiligte, ist eine deutschlandweite. Sie ist vor 15 Jahren vom Bundesverband Dienstleistungswirtschaft initiiert worden.

Ursprünglich war angedacht, dass die Bundestagabgeordneten in der parlamentarischen Sommerpause ihre Praktika absolvieren. Das hat sich aber im Laufe der Zeit aufgeweicht. In diesem Jahr konnten die Politiker zwischen 13 Branchen wählen. Dazu zählten beispielsweise die Altenpflege, die Kinder- und Jugendhilfe oder Behindertenbetreuung sowie die Sicherheitswirtschaft.

Heuer entschied sich Holmeier bewusst für das Autocenter Rupert Fischl und die ELO-Tankstelle in der Wackersdorfer Straße. Schließlich sitzt der Politiker im Verkehrsausschuss und sagt: "Wir müssen die Mobilität erhalten. Dafür brauchen wir Treibstoff." Gerade der ländliche Raum dürfe nicht benachteiligt werden. Die Aussage ist vor allem vor dem Hintergrund des Pariser Klimavertrages interessant. Dieser kann Anfang November in Kraft treten. Das Europaparlament stimmte in Straßburg für das erste weltweit verbindliche Abkommen zum Kampf gegen die Erderwärmung. "Jetzt beginnt erst die Arbeit der Umsetzung", erklärte Holmeier. Besonders auch für den Bundestagsabgeordneten selbst. Denn das Klimaabkommen tangiert natürlich auch den Bereich Verkehr. Dabei stellt sich die Frage, wie in Zukunft mit Treibstoffen umgegangen wird. Und auf der anderen Seite, wie der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß verringert werden kann.

Wir müssen die Mobilität erhalten. Dafür brauchen wir Treibstoff.Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier

Das Praktikum am Mittwoch nutzte Holmeier, um Gespräche mit Stephan Zieger, dem Geschäftsführer des Bundesverband freier Tankstellen, ELO-Geschäftsführer Karsten Reichl und Thomas Fischl, dem Inhaber des Autocenter und der Tankstelle in der Wackersdorfer Straße, zu führen. Der Bundestagsabgeordnete machte sich aber auch nützlich und half etwa beim Kassieren. Gegen Mittag war schließlich Zapfenstreich.
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