MdB Karl Holmeier verlangt Zusage
Gemüter der Bahnanlieger schnell beruhigen

Der CSU-Wahlkreisabgeordnete für Schwandorf und Cham, Karl Holmeier (rechts), fordert von Bahnvorstand Ronald Pofalla (links) ein schnelles und verbindliches Bekenntnis zum Lärmschutz bei der Elektrifizierung der Schienenstrecke Regensburg-Hof. Bild: hfz
Politik
Schwandorf
19.05.2016
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Karl Holmeier will nicht mehr lange warten. Der Bundestagsabgeordnete möchte von der Bahn so schnell als möglich eine Zusage für Lärmvorsorge an der Bahnstrecke, die elektrifiziert werden soll.

"Es ist klar, dass die Elektrifizierung zwischen Regensburg und Hof jetzt schnell kommt, das wollen wir ja auch", knüpft der Parlamentarier an den Entwurf für den neuen Bundesverkehrswegeplan an. Das Konzept stand im Mittelpunkt von Gesprächen, die Verkehrsaussschussmitglieder des Bundestags im "Bahntower" in Berlin führten. Dort trafen sie auch mit dem Bahnvorstand und früheren Kanzleramtsminister Ronald Pofalla zusammen.

Mit ihm hatte Holmeier bereits im Herbst 2015 über das Projekt gesprochen und erfahren, dass die Linie durch Ostbayern vergleichbar sei mit dem Ausbau der Bahn zwischen München und Lindau. Dort hatte es aktive Lärmvorsorge gegeben, nicht nur nachträglichen Lärmschutz. Damit dies auch zwischen Regensburg und Hof möglich wird, müssten die geplanten Baumaßnahmen formell als "wesentliche Änderung" eingestuft werden. Holmeier verlangte von Pofalla eine rasche, verbindliche Klärung. Sie müsse unbedingt schon weit im Vorfeld des Planfeststellungsverfahrens kommen, um die Gemüter der Bahnanrainer zu beruhigen und das Projekt durch den Verzicht auf Klagen indirekt zu beschleunigen. "Ich erwarte von der Deutschen Bahn eine klare Aussage", betonte MdB Karl Holmeier (CSU) in einem Gespräch mit der NT-Redaktion.

Die Elektrifizierung bringe mehr Verkehrsaufkommen und höhere Geschwindigkeiten auf der Strecke mit sich. Damit sei klar, dass das Kriterium der "wesentlichen Änderung" erfüllt sei und Lärmsanierungen nicht genügen. Schon vor und während des Baus müsse Lärmvorsorge getroffen werden. Bahnchef Ronald Pofalla habe ihm eine schnelle Antwort in Aussicht gestellt, berichtete Holmeier. Mit mündlichen Versicherungen werde er sich jedenfalls nicht begnügen, er verlange ein klares Bekenntnis. Darauf hätten die Bürger in seinem Wahlkreis einen Anspruch.
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