Minister Dobrindt übergibt Breitband-Förderbescheid
Millionen vom Bund kassiert

Bundesminister Alexander Dobrindt (vorne Mitte) trug sich nach der Übergabe des Förderbescheides im Beisein von Landrat Thomas Ebeling, Bürgermeistern aus dem Landkreis und Mandatsträgern in das Goldene Buch der Stadt Schwandorf ein. Bild: Gerhard Götz
Politik
Schwandorf
27.10.2016
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Knapp 9,7 Millionen Euro brachte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt am Donnerstag mit in die Oberpfalzhalle. Am 17. November legt Heimatstaatssekretär Albert Füracker noch sechs Millionen drauf, damit die weißen Flecken im Landkreis verschwinden.

Der Besuch des Verkehrsministers galt gestern der Datenautobahn, dem Ausbau des schnellen Internets mit Glasfasertechnologie. 27 Gemeinden erhalten Geld vom Bund. Nur Altendorf, Gleiritsch, Guteneck, Maxhütte-Haidhof, Steinberg am See und Wackersdorf gehen leer aus. Sie sind bereits durch das bayerische Förderprogramm voll versorgt. Die 9,7 Millionen Euro und das Geld, das der Freistaat zuschießt, werden in 520 Kilometer Kabel investiert. Rund 3000 Haushalte und 900 Gewerbegebiete werden so versorgt.

Landrat Thomas Ebeling sprach im Konrad-Max-Kunz-Saal der Oberpfalzhalle von einer konzertierten Aktion auf allen Ebenen, um den Breitbandausbau voranzubringen. Der Freistaat mache die Co-Finanzierung. Er versprach dem Minister, dass nicht jede Einladung nach Schwandorf 9,7 Millionen Euro teuer werde. "Für den Bund ist das kein billiger Tag", nahm Dobrindt den Faden auf. Er dankte dem Landrat vor allem dafür, dass er frühzeitig entschieden habe, der Landkreis "nimmt das Heft in die Hand, denn da gibt's was zu holen". Schließlich müsse es überall den Anschluss an die digitale Welt geben.

Die, die als Erste dran sind, seien mal wieder die Oberpfälzer, lobte der Bundesminister aus Oberbayern. Den Förderbescheid für den Landkreis Cham hat der Minister bereits im Sommer übergeben. Für Gewerbegebiete lege der Bund noch ein weiteres Programm auf. Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller erinnerte daran, dass es in einer Stadt mit 123 Quadratkilometern Fläche nicht so einfach sei, "Lücken in der Breitbandversorgung zu schließen".

MdB Karl Holmeier (CSU) ist es egal, welche Form der Infrastruktur, ob Verkehr oder Digitalisierung gefördert werde, für den ländlichen Raum sei beides ungeheuer wichtig. "Das Programm passt genau auf den ländlichen Raum. Es ist zu schaffen, mit dem Bund und Bayern die weißen Flecken zu schließen." Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder (SPD) freute sich, "dass wir heute Bundesgeld übergeben dürfen." Dies hält sie für dringend notwendig, damit der ländliche Raum nicht abgehängt werde. Der Kreisvorsitzende des Gemeindetags, Neunburgs Bürgermeister Martin Birner, bat um eine zeitgerechte Umsetzung. Dobrindt gab vor der Übergabe des Förderbescheides den Verkehr im Tunnel Wetterfeld der B 85 (Kreis Cham) frei.

Viel, viel Erfolg beim Ausgeben der 9,7 Millionen Euro vom Bund.Verkehrminister Alexander Dobrindt
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