Mitgliederversammlung der „Regionalentwicklung im Landkreis“
Neue Fördersätze für EU-Zuschüsse

Managerin Stephanie Wischert, Vorsitzender Landrat Thomas Ebeling und Geschäftsführer Christian Meyer (von links) stellten die neue Mittelverteilung der Leader-Programme vor. Bild: Hirsch
Politik
Schwandorf
03.06.2016
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(rhi) "Tracht im Blick" ist der Titel der größten Ausstellung in der 30-jährigen Geschichte des Freilandmuseums Neusath-Perschen. Gefördert wird sie mit Leader-Mitteln der EU. Genauso wie die Projekte "Radwege-Beschilderung" und "Zillen-Kauf", die Managerin Stephanie Wischert bei der Mitgliederversammlung der "Regionalentwicklung im Landkreis" am Mittwoch im Landratsamt ankündigte.

Die vor zwei Jahren gegründete "Regionalentwicklung im Landkreis" besteht aus 146 Kommunen, Verbänden, Vereinen, Schulen und Privatpersonen aus den Landkreisen Schwandorf, Amberg-Sulzbach und Cham. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten, die kulturelle Identität der Regionen zu fördern und die ländliche Entwicklung voranzutreiben. Unter dem Dach der "Regionalentwicklung" sind die "Lokale Aktionsgruppe" (LAG) und die "Fischerei-Aktionsgruppe" (FLAG) angesiedelt. Diese bewerten die Projekte und beantragen beim Leader-Koordinator am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die Förderung. Die Antragsteller haben zwei Jahre Zeit zur Umsetzung und bekommen nach Abschluss der Maßnahme die Gelder (40 oder 60 Prozent). Bis 2020 stehen 1,5 Millionen Euro aus dem Leader-Programm zur Verfügung. Weitere 650 000 Euro gibt es aus dem "Europäischen Meeres- und Fischereifonds" zur Förderung der Teichwirtschaft.

Die Mitglieder der Vollversammlung "Regionalentwicklung" (80 waren anwesend) legten neue Fördersätze fest. So kann in Zukunft ein fischereiliches Projekt mit bis zu 80 Prozent oder maximal 200 000 Euro gefördert werden. Die Teilnehmer modifizierten ferner die Quoten der LAG-Maßnahmen. Von den 1,5 Millionen Fördergeldern sollen 15 Prozent auf Umweltmaßnahmen, 15 Prozent in die Stärkung des Wirtschaftsstandortes, 20 Prozent in demografische Projekte und 50 Prozent in Initiativen zur Steigerung der Attraktivität der Regionen entfallen. Dazu sollen Mehrgenerationenplätze beitragen. Zwölf Kommunen haben daran ihr Interesse bekundet und können zur Aufwertung ihrer Dorfplätze mit einer maximalen Förderung von 15 000 Euro rechnen. Damit wären die Mittel von 180 000 Euro ausgeschöpft. Sollte eine Gemeinde zurückziehen, würden die anderen von einer höheren Förderung profitieren.
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