Neue Verkehrsregelungen vor Schulen
Tempo 30 soll Kinder schützen

Stefan Schaumberger, Martina Englhardt, Hans Sieß und OB Andreas Feller (von links) stellten in der Zielheimer Straße in Klardorf die Aktion "Tempo 30 bei Schulen" vor. Bild: Hirsch
Politik
Schwandorf
21.04.2017
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Kaum ein Autofahrer hielt sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung, während Oberbürgermeister Andreas Feller am Freitag die Aktion "Tempo 30 bei Schulen" vorstellte. Der Klardorfer Stadtrat Hans Sieß (CSU) wundert sich nicht: "Die Zielheimer Straße ist zur Rennstrecke geworden". Für ihn reicht das Schild deshalb nicht aus.

"Es muss natürlich kontrolliert werden", fordert deshalb Hans Sieß. Da gibt ihm der Oberbürgermeister völlig Recht. Er kündigt regelmäßige Geschwindigkeitsmessungen durch die kommunale Verkehrsüberwachung an. Temposünder werden nach den geltenden Regeln bestraft. Bis die kommunalen Kontrollen beginnen, wird es aber noch etwas dauern.

An sechs der 15 Schwandorfer Schulen gab es in der Vergangenheit bereits eine "30er-Zone". Nun kommen sieben neu dazu. "Bei zwei Schulen besteht kein Handlungsbedarf", erklärte der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Stefan Schaumberger, beim Ortstermin gestern vor der Grundschule Klardorf. In den verkehrsberuhigten Bereichen rund um die Grundschulen Ettmannsdorf und Fronberg sowie der Lindenschule, der Gerhardingerschule, der Berufsschule und der Döpfer-Schulen war die Ausweisung von Tempo-30-Zonen bisher schon möglich.

Die Änderungen der Straßenverkehrsordnung erlauben nun generell die Schaffung von "streckenbezogenen Tempo-30-Zonen", sofern dies der Sicherheit der Kinder dient. Dies ist vor der Kreuzbergschule, der Mittelschule Dachelhofen, der Grundschule Klardorf, am Gauß-Gymnasium, an der Mädchenrealschule St. Josef, an der Konrad-Max-Kunz-Realschule und am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Ettmannsdorf der Fall. Keinen Handlungsbedarf sieht das Ordnungsamt dagegen bei der Sonderberufsschule am Haus des Guten Hirten und am Berufsbildungszentrum (BBZ) in Dachelhofen. Die Geschwindigkeitbeschränkung muss auf eine Strecke von 300 Metern begrenzt werden, schreibt der Gesetzgeber vor. Und auf die Zeit, in der Schulkinder unterwegs sind. Die Regelung gilt also nur tagsüber von Montag bis Freitag.

Auch die Kindergärten hatte die Stadt im Blick. Dort bestehe allerdings kein Handlungsbedarf, hieß es im Verkehrsausschuss am Mittwoch.
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