Neues Konzept für Pfleghofquartier
Schule statt Krankenhaus

Das ehemalige Krankenhaus grenzt an den Pausenhof der Gerhardingerschule. Nach dem Abriss soll hier ein Gebäude für die Offene Ganztagsschule entstehen. Der Pausenhof soll vorher schon etwas aufgepeppt werden. Bild: Hirsch
Politik
Schwandorf
22.07.2016
236
0

Neue Stadtbibliothek, ausgedehnter Garten: Das hätte schon anstelle des alten Krankenhauses gegenüber der Gerhardinger Schule entstehen sollen. Jetzt gibt es ein neues Konzept, mit dem wohl auch die Regierung der Oberpfalz einverstanden sein kann.

Lange Geschichte


Im Jahr 2007 hatte der Rat beschlossen, anstelle eines Teils des ehemaligen Krankenhauses dereinst die Stadtbibliothek zu errichten - das große Bild eines Buchregals von Alt-OB Helmut Hey an der Giebelseite zum Pfleghof hin erinnerte an das Vorhaben. Für den Bau der Bibliothek allerdings fehlte das Geld. 2013 hat der Rat dann den Abbruch des Krankenhauses beschlossen, stattdessen sollte eine Grünanlage gepflanzt werden, die an die ehemaligen Klostergärten an dieser Stelle erinnern und auch Platz für einen Pausenhof bieten sollte. Abriss ohne Ersatzbau: Das war mit den zuständigen Stellen der Regierung der Oberpfalz aber nicht zu machen.

Im Juli 2015 beschloss der Stadtrat das neue Schulkonzept, samt offenem Ganztagesangebot an der Gerhardingerschule. Jetzt kommt also nach dem Abriss ein Ersatzbau, der die Form des ehemaligen Krankenhauses aufnimmt. Grünflächen werden den Bau umschießen. Das Konzept stellte Stadtplanerin Albina Harito dem Ausschuss vor.

Kreith als Zankapfel


Andreas Wopperer (CSU) und Manfred Schüller (SPD) fiel auf, dass in den Plänen noch eine Schulvorbereitenden Einrichtung eingetragen ist. Die komme nun leider nicht nach Schwandorf, sagte Harito. Die Pläne für den Bau könnten noch in diesem Jahr eingereicht werden, nächstes Jahr könne man loslegen. Dann wird die Stadt an drei Schulen bauen, darauf verwies OB Andreas Feller. Die Lindenschule wird saniert, für Fronberg stehen Zuschüsse bereit und eben an der Gerhardinger Schule. Bis zu diesen Arbeiten soll zumindest mit einfachen Mitteln der Pausenhof aufgepeppt werden, sagte Feller zu. Kurt Mieschala (UW) sprach erneut das Konventgebäude an, das dann das letzte im Quartier ohne neue Nutzung ist. Stadtplanerin Sabine Pollinger sprach von laufenden Versuchen, eine Nutzung zu finden. Konkretes gebe es aber noch nicht.

Die geplanten Wohnbauflächen in Kreith könnten am Montag zum Zankapfel im Stadtrat werden. Im Prinzip sind sich die Fraktionen zwar einig, dass die Grundstücke im Flächennutzungsplan entsprechend gewidmet werden sollen. Baurecht gibt's damit noch nicht, da muss noch ein Bebauungsplan her. Manfred Schüller (SPD) sprach sich allerdings gegen eine Ausweisung aus, solange die Stadt nicht Eigentümer der Grundstücke sei. "Das haben wir vereinbart," sagte Schüller. Es gebe auch eine entsprechende Zusage von OB Feller, dass nur noch ausgewiesen wird, was die Stadt selbst besitzt, vermarktet und erschließt. Grundstücksspekulation soll so eingedämmt werden.

Andreas Wopperer (CSU) warf ins Feld, dass die Nutzungsplanänderung noch keine Außenwirkung entfalte, außerdem gehe es nur um sieben Grundstücke, für die es schon jetzt genügend Interessenten gebe. Mieschala gab Schüller zwar prinzipiell recht, sprach sich aber dennoch wegen der geringen Anzahl an Grundstücken für eine Ausweisung aus. Der Empfehlungsbeschluss an den Stadtrat fiel gegen SPD und Grüne/AuGe mit 7:4.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.