Oberpfalzhalle soll künftig Sport vorbehalten sein
Verband will zusätzliche Halle

Stadtverbandsvorsitzender Thomas Fink fordert die "Katholische Jugendfürsorge" auf, die Schulturnhalle im "Haus des Guten Hirten" für den Vereinssport freizugeben. Bild: Hirsch
Politik
Schwandorf
20.07.2016
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Die Schulturnhallen und die Oberpfalzhalle sind mit Schul- und Vereinssport restlos ausgebucht. Stadtverbandsvorsitzender Thomas Fink bedauert deshalb, dass ausgerechnet die "Katholische Jugendfürsorge" mauert und den Vereinen den Zutritt zur Turnhalle im Haus des Guten Hirten verwehrt.

Dabei bestehe gerade in Ettmannsdorf ein großer Bedarf, sagte der Sprecher der 44 Sport- und Schützenvereine bei der Mitgliederversammlung am Dienstag im FC-Sportheim. Obwohl Schule und Turnhalle mit öffentlichen Mitteln gefördert seien, lasse der Träger die Vereine im Regen stehen.

Neues Amt in der Stadt?


"Zweite Baustelle Oberpfalzhalle": Sie sei die ideale Sporthalle und bei den Vereinen deshalb sehr begehrt, sagte Thomas Fink. Umso bedauerlicher sei es, "dass die Sportvereine immer wieder zurückstehen und privaten oder öffentlichen Veranstaltern weichen müssen". Der Stadtverband fordert deshalb den Stadtrat auf, sich Gedanken über den Bau einer Veranstaltungshalle zu machen und die Oberpfalzhalle ausschließlich für den Schul- und Vereinssport zu reservieren. Stadtrat Dieter Jäger (Freie Wähler) setzt noch eins drauf und schlägt die Schaffung eines städtischen Sportamtes zur Unterstützung der Vereine vor. Thomas Fink hält solche Forderungen zwar für Zukunftsmusik, "aber durchaus für realistisch". Vorerst will sich der Stadtverband mit kleineren Brötchen begnügen und stellt an den Hauptausschuss die Forderung, die Zuschüsse für den Unterhalt der Sportanlagen um zehn Prozent zu erhöhen. Zweite Bürgermeisterin Ulrike Roidl (S)PD) will das Anliegen unterstützen, wie sie in ihrem Grußwort betonte.

Mehr Unterhalt


750 Euro zahlt die Stadt für einen Fußballplatz, 150 Euro für einen Tennisplatz. Auch für die übrigen Vereinsanlagen gibt es Geld. Der Zuschuss summiert sich für die 44 Vereine auf jährlich 45 572 Euro. Stimmt der Hauptausschuss dem Antrag zu, erhöht sich dieser Betrag auf 50 129 Euro. Knapp 50 000 Euro bekommen die Vereine außerdem als Zuschuss für die Mitglieder und Übungsleiter.

Der Stadtverband ist auf der Suche nach ehrenamtlichen "Sportlotsen", die sich um die Integration jugendlicher Flüchtlinge kümmern sollen und für ihre Tätigkeit 10 Euro in der Stunde über das BLSV-Programm "Integration durch Sport" abrechnen können. In den 44 Sport- und Schützenvereinen sind 11 543 Mitglieder integriert, davon 4264 Kinder und Jugendliche. Mit 1465 Mitgliedern ist der Skiclub der größte Sportverein der Stadt, gefolgt vom TSV Schwandorf (1020), dem Sportanglerverein (867), dem ASV Fronberg (614), dem TuS Dachelhofen (605) und dem SC Ettmannsdorf (591). Der FC Schwandorf hat innerhalb eines Jahres 383 Mitglieder verloren und ist mit 560 Personen auf den siebten Platz zurückgefallen.
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