ÖDP stellt ausführlichen Antrag
Ein Paket für Fahrradfahrer

Die ÖDP will die Stadt fahrradfreundlicher machen. Dazu gehören auch separate Fahrspuren für Radler, wie auf diesem Symbolbild. Die ÖDP kann sich solche Spuren beispielsweise in der Bahnhofstraße vorstellen. Bild: hfz
Politik
Schwandorf
28.09.2016
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Die ÖDP fordert ein Radwegekonzept für die Stadt und hat einen entsprechenden Antrag mit einer ganzen Reihe von Ansätzen an Oberbürgermeister Andreas Feller gesendet. Stadtrat Alfred Damm begründet in dem Schreiben, das der Redaktion vorliegt, das Ansinnen unter anderem mit dem zunehmenden Fahrradverkehr.

Rund um den unteren Marktplatz fordert die ÖDP einen Radfahrstreifen aus glattem Pflaster, wie es am oberen Marktplatz bereits eingebracht wurde. Die Fahrtrichtung der Rathausstraße soll wieder geändert werden. Dadurch sei mehr Verkehr in die Innenstadt gezogen worden, das habe zu einem "Rundverkehr" zwischen Breitestraße, Friedrich-Ebert-Straße und Marktplatz geführt, schreibt die ÖDP.

Gegen die Einbahnstraße


Bei der Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße soll ein Radfahren gegen die Fahrtrichtung ermöglicht werden, fordert die ÖDP. Dazu soll ein Radfahrstreifen angebracht werden. Der bisherige Fußweg an der Naabuferstraße mit Erlaubnis für Radfahrer auf der Naabseite lasse sich ohne viel Aufwand in einen kombinierten Geh- und Radweg ausbauen, meint die ÖDP. Für die Augustinstraße fordert Damm ebenfalls, ein Fahren gegen die Fahrtrichtung zuzulassen. Für den Bahnhof wird ein überdachter und gesicherter Fahrradabstellplatz zwischen dem bestehenden Abstellplatz und den Bahngleisen gefordert. Auch der bisherige Abstellplatz soll nach dem Willen der ÖDP verbessert werden. Weiter fordert die ÖDP, in der Pesserlstraße zwischen Bahnhof und Adenauerbrücke bis zum bestehenden neuen Radweg auf beiden Seiten einen kombinierten Geh- und Radweg anzulegen werden. Dazu müsste mit der Bahn über Grundstücke verhandelt werden. Bei der Neugestaltung der Bahnhofstraße wurden aus Sicht der ÖDP die Radfahrer "komplett vergessen". Deshalb sollte Richtung Bahnhof soll ein Schutzstreifen abmarkiert werden. Bei der geplanten Sanierung der Dr.-Martin-Luther-Straße und der Klosterstraße soll deshalb gleich an den Fahrradverkehr gedacht werden. In der Klosterstraße soll bei einer Sanierung ein Radfahrstreifen angebracht werden.

Plan vorlegen


Damm beantragt, dass die Verwaltung einen Plan erarbeitet und vorlegt, welche Straßen im Stadtgebiet sich außerdem für die Anbringung von Radfahrstreifen und Schutzstreifen eignen und welche Einbahnstraßen für ein Radfahren gegen die Richtung freigegeben werden können. Alle Ausfahrtstraßen sollen auf durchgehende Radwege überprüft, Stellplätze mit Ladestation für E-Bikes geschaffen und die Mitnahme von Fahrrädern im Citybus ermöglicht werden. Bei den Planungen müsse zukünftig mehr an die Radfahrer und Fußgänger gedacht werden. Deshalb fordert die ÖDP einen Radverkehrsbeauftragten.

Damit will die ÖDP erreichen dass Schwandorf sich zur Fahrradstadt entwickelt und Mitglied bei der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen werden kann. Der Antrag soll im Verkehrsausschuss behandelt werden, schreibt Damm.
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