Ortsbäuerinnen im Landtag
Alltagskompetenz von Kindern lehren

Auf Einladung von MdL Alexander Flierl (rechts) besuchten die Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis das Maximilianeum. Sie machten sich dort für ihre Anliegen stark. Bild: hfz
Politik
Schwandorf
09.01.2016
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Politische Bildung stand diesmal im Zentrum einer Lehrfahrt der Ortsbäuerinnen aus dem Landkreis. Zunächst erhielten die Landfrauen allgemeine Informationen über die Arbeit im Landtag, bevor sie an einer Plenarsitzung teilnahmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein persönliches Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Alexander Flierl, auf dessen Einladung die Ortsbäuerinnen in der Landeshauptstadt weilten, stand anschließend auf dem Programm.

Alltagskompetenz lernen


Nicht lange bitten ließen sich die Bäuerinnen, ihre Anliegen vorzubringen. Neben Flierl kam auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm, um dem Besuch ihre Wertschätzung zu zeigen. Alltagskompetenzen in den Lehrplan aufzunehmen war eine Forderung, die an Flierl und die Landtagspräsidentin herangetragen wurden. Am 20. Juni 2013 hat der Bayerische Landtag die Einführung des verpflichtenden Unterrichtsschwerpunktes "Alltagskompetenz und Lebensökonomie" beschlossen.

Aufs Leben vorbereiten


"Uns liegt besonders am Herzen", dass den angedachten Themen auch ausreichend Zeit im Unterricht gegeben wird, dass die Inhalte fachkompetent unterrichtet werden und die Praxis der Ernährung nicht zu kurz kommt. Die Landfrauen fordern seit Jahren, dass Schule umfassend aufs Leben vorbereite und Kinder nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch wie man sich gesund ernährt, einen Haushalt führt und mit Geld richtig umgeht. Zur Grundbildung gehört nach Ansicht der Bäuerinnen auch die Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln, die Rolle der heimischen Landwirtschaft und wie Verbraucher durch ihr Einkaufsverhalten die regionale Landwirtschaft fördern können.

Bei der Vermittlung von Alltagskompetenzen appellierte Stamm an die Rolle der Eltern. "Elternhaus und Schule sind gemeinsam in der Pflicht". Eine ausreichende staatliche Ernährungsberatung könne auch nicht mit unsicheren und befristeten Stellen erbracht werden. Trotz knapper Haushaltsmittel sollte diese Forderung der Landfrauen nochmals eingehend überdacht werden. Die Macht der großen Handelsketten machen den Lebensmittelerzeugern zu schaffen.

Billige Landschaftspfleger


Weitere Anliegen waren die hohen Flächenkaufpreise und die schlechten Preise bei Milch und Fleisch. Deshalb solle die neue Kulapförderung nochmals überdacht werden. Landwirte seien die billigsten und besten Landschaftspfleger, wussten die Bäuerinnen zu berichten. Die Zeit war schon fortgeschritten, weshalb das Freizeitprogramm dann etwas kürzer ausfiel.
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