Planungsausschuss und Stadtrat befinden über Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren
„Ostbayernring“: Stadt muss Farbe bekennen

Nahe des Umspannwerks zwischen Dachelhofen und Büchelkühn bündeln sich die Stromtrassen, darunter der "Ostbayernring". Für die Hochspannungsleitung soll ein Ersatzneubau entstehen. Wie genau die Trasse verlaufen soll, ist umstritten. Bild: Hösamer
Politik
Schwandorf
15.01.2016
141
0

Die Forderung nach einem Planungsstopp wurde nicht erfüllt, nun ist der Stadtrat zu einer Stellungnahme zum "Ostbayernring" aufgefordert. Für die Hochspannungsleitung, die von Nord nach Süd durch das Stadtgebiet verläuft, soll ein Ersatzneubau entstehen, das Raumordnungsverfahren läuft. Diskutiert wird vor allem, wie die Trasse zwischen Irrenlohe und dem Umspannwerk bei Dachelhofen verlaufen soll.

Die Planungsunterlagen liegen derzeit im Rathaus aus und sind auch im Internet auf den Seiten der Regierung der Oberpfalz einzusehen. Der Stadtrat wird am Montag, 25. Januar, in seiner Sitzung über seine Stellungnahme beschließen. Das Gremium tritt dazu um 18 Uhr im neuen Veranstaltungsraum in der Oberpfalzhalle zusammen, weil mit zahlreichen Zuschauern zu rechnen ist. Der Planungs- und Umweltausschuss des Stadtrates berät das Thema bereits in seiner Sitzung am Donnerstag, 21. Januar, um 16 Uhr im Rathaus vor.

Die Stadtverwaltung sammelt indes Einwände von Bürgern. Laut dem Pressesprecher des Rathauses, Lothar Mulzer, sind bislang 23 Stellungnahmen von Bürgern eingegangen. Außerdem übergaben am Donnerstag die Sprecher der "Bürgerinitiative Schwandorf West" Ordner mit Einwendungen sowie eine Liste mit über 1000 Unterschriften, die nun geprüft werden müssen. Die Bürgerinitiative will verhindern, dass die neue Trasse im Stadt-Westen über den Egidiberg verläuft.

Die Alternative wäre das Naabtal, nahe an der bestehenden Trasse. Aber auch dort regt sich Widerstand, weil die Leitung nahe an Wohnsiedlungen heran rücken würde. Eine Lösung, die beide Seiten befriedet, scheint schwer zu finden. Das wurde auch schon bei den Veranstaltungen zur Bürgerbeteiligung deutlich, die Netzbetreiber "Tennet" mehrmals in der Stadt und der Umgebung anbot. Dabei kristallisierten sich die drei Trassenvarianten heraus, die nun von der Regierung im Verfahren beurteilt werden. Die Einwendungsfrist zum Raumordnungsverfahren läuft noch bis zum 29. Januar. Jeder kann sich zu dem Vorhaben äußern. Zuständige Planungsbehörde ist die Regierung der Oberpfalz in Regensburg.

Weitere Informationen im Internet:

www.regierung.oberpfalz.bayern.de/leistungen/landesplanung/recht/rov/einzelverfahren/obr/obr.htm
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.