Private Grundschule kommt neben das Vitalzentrum
Platz für doppelt so viel Schüler

Noch ist östlich des Vitalzentrums nur grüne Wiese. In spätestens drei Jahren sollen dort eine private Grundschule, Kindergarten sowie -krippe stehen. Bild: Huber
Politik
Schwandorf
03.03.2016
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Hubert Döpfer plant, die private Grundschule neben das Vitalzentrum zu verlagern. Auch Kindergarten und -krippe sollen dort Platz finden. Oberbürgermeister Andreas Feller und die Mitglieder des Bauausschusses begrüßten am Mittwoch das Vorhaben.

Das ehemalige Vereinshaus, in dem die Grundschule aktuell untergebracht ist, bezeichnete der in der Sitzung anwesende Döpfer als "nicht mehr marktfähig". Also raus aus der Innenstadt. Auf einer Fläche von rund 3400 Quadratmetern sollen eine zweigeschossige Grundschule, Kindergarten und -krippe sowie 21 Parkplätze entstehen. Etwa 2200 Quadratmeter werden bebaut. Am neuen Standort können nach Aussage von Döpfer doppelt so viele Schüler wie bisher untergebracht werden, also 192 statt 96. Wie viele Buben und Mädchen in Kindergarten und -krippe Platz finden, könne Döpfer noch nicht abschätzen. Er sprach vorsichtig von zwei Zwölfer-Gruppen.

Synergieeffekte nutzen


Maximilian Fritsch vom Bauordnungsamt erklärte: "Es ist sinnvoll die Synergieeffekte zu nutzen." Was er damit meint? Zum einen gibt es die notwendige Fläche östlich des Vitalzentrums. Zum anderen ist die Oberpfalzhalle in der Nähe. Die Parkplätze dort könnten mitgenutzt werden. Auch OB Feller freut sich, dass das "Verkehrschaos (in der Innenstadt; Anm. d. Red.) nachlässt, das beim Holen und Bringen der Kinder entsteht".

Marion Juniec-Möller (Bündnis 90/Die Grünen) sprach von einem "Gewinn für Stadt und Eltern", hakte aber nach, ob denn nicht eine Turnhalle notwendig sei. Döpfer informierte die Ausschuss-Mitglieder, dass weiterhin ein Vertrag mit dem TSV Schwandorf besteht und zudem die Räume eines im Vitalzentrum untergebrachten Fitnessstudios genutzt werden könnten, das "nicht voll ausgelastet" sei.

Dr. Jochen Glamsch (UW) fragte bezüglich der Folgenutzung in der Innenstadt nach. Döpfer sprach von einem "Domino-Effekt". Soll heißen: Die Grundschule, die aktuell in der Klosterstraße 19 beheimatet ist, zieht neben das Vitalzentrum. Aus dem nicht mehr marktfähigen ehemaligen Vereinszentrum ziehen Pflegeschule und Co. aus und werden in die Klosterstraße 19 verlagert. Döpfer betonte, dass die Berufsfachschulen unbedingt in Bahnhofsnähe bleiben müssten. Den Umzug der Grundschule betreffend stehen zwei Varianten zur Debatte. Bei einer bleibt das Regenrückhaltebecken, wo es ist. Bei der anderen wird es verlegt, was laut Fritsch ein ziemlicher Aufwand ist. Auch Feller riet, das Becken dort zu belassen, wo es ist: "Es kostet sonst nur Geld."

Höchstens drei Jahre


Die Kosten für das Projekt schätzt Döpfer grob auf zwei bis drei Millionen Euro. Für die Umsetzung plant der Schulleiter höchsten drei Jahre ein: ein Jahr für die Genehmigung, ein Jahr für die Planung und ein Jahr für die Umsetzung.
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