Professor Harald Kurzak stellt Ergebnisse vor
Gelungener Verkehrsversuch

Durch eine Teilsperrung der Friedrich-Ebert-Straße hat sich der Durchgangsverkehr in der Innenstadt halbiert. Bild: Götz
Politik
Schwandorf
27.10.2016
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Als der Verkehrsversuch startete, nahmen die Diskussionen Fahrt auf. Bürger und Geschäfts-Inhaber kritisierten die Maßnahme. Im Verkehrsausschuss präsentierte Professor Harald Kurzak am Mittwochabend das Ergebnis. Nun: Ausschließlich Lob.

Die ersten anerkennenden Worte sprach Professor Kurzak selbst. Er war von der Stadt mit der Verkehrsuntersuchung beauftragt worden. Schwandorf sei in seinen 40 Jahren Berufstätigkeit die einzige Stadt gewesen, "die einen Versuch startet, bevor sie alles umbaut." Der Verkehrsversuch startete Ende März und endete Mitte Juni.

Mit einer Teilsperrung der Friedrich-Ebert-Straße sollte die Innenstadt beruhigt werden. Das ist nach Aussage von Kurzak gelungen. Der Verkehr am Marktplatz habe sich halbiert. Vor allem der Durchgangsverkehr sei aus der Innenstadt verschwunden. Täglich seien es 6000 Autos weniger gewesen, die durch das Herz der Stadt fuhren. Das hat zwar dazu geführt, dass in anderen Straßen mehr Autos unterwegs waren. Kurzak betonte allerdings: "Der Verkehr floss immer noch." Alle Fraktionen zeigten sich vom Ergebnis begeistert.

OB Feller kontert


Obwohl eine Beruhigung der Innenstadt also auch ohne eine zweite Naabbrücke möglich ist, bleibt sie Thema. Auch Kurzak sprach sich für den Bau einer solchen aus. Einige Mitglieder des Verkehrsausschusses kritisierten die Kommunikation zu Beginn des Verkehrsversuchs. Oberbürgermeister Andreas Feller erklärte, dass er die Aussagen über ein Info-Defizit so nicht stehen lassen könne: "Die Öffentlichkeit war stets hergestellt. Wir haben Banner aufgehangen und frühzeitig Schilder angebracht." (Im Blickpunkt )

Das sagen die Fraktionen"Der Verkehrsversuch war notwendig. In Zukunft werden wir um zweite Naabbrücke aber nicht herumkommen."

Hans Sieß (CSU)

"Der Versuch hat sich gelohnt. Mit dem Ergebnis können wir etwas anfangen."

Andreas Weinmann (SPD)

"Wir sind der Meinung, dass der Verkehrsversuch durchaus gelungen ist, weil wir den Durchgangsverkehr rausbringen konnten. Mit den Zahlen sind wir für die Zukunft gerüstet."

Kurt Mieschala (UW)

"Positiv ist: Wir haben jetzt belastbare Zahlen und nicht nur Schätzungen. Negativ sehe ich die Kommunikation am Anfang. "

Alfred Damm (ÖDP)

"Ich bin ein glühender Verfechter der Sache. Wir müssen überlegen, wie wir die Stadt langfristig attraktiver machen."

Dieter Jäger (FW)
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