Raumordnungsverfahren zum Ostbayernring abgeschlossen
Favorit zwischen den Zeilen

In Wernberg-Köblitz (oben) entsprechen die raumordnerisch möglichen Trassen (grün) für den Ostbayernring den Wünschen der Marktgemeinde. Im Raum Schwandorf (unten) sind zwei Varianten möglich - entlang der bestehenden Leitung an der Naab oder durch den Kreither Forst. Die rot markierten Trassenvarianten hat die Regierung als nicht raumverträglich eingestuft. Bild: hfz/ Regierung der Oberpfalz
Politik
Schwandorf
19.11.2016
412
0

Naabtal-Trasse oder Kreither Höhen: Beide Varianten für den Ersatzneubau des Ostbayernring sind nach dem Ergebnis des Raumordnungsverfahrens möglich. Ein genauer Blick lässt auf einen Favoriten schließen.

Schwandorf/Wernberg-Köblitz. Es sei nicht die Aufgabe des Raumordnungsverfahrens, Prioritäten für eine Trasse zu setzen, sagte der Sprecher der Regierung der Oberpfalz, Markus Roth, am Freitag auf Anfrage der Redaktion. Explizit wird auch keine Trasse "bevorzugt". Auffällig ist aber, dass die Variante über die Kreither Höhe mit nur einer Maßgabe - einer Verschiebung nach Norden und Westen, um für größere Abstände zur Bebauung in Kreith und Niederarling zu sorgen - als "raumverträglich" eingestuft wird, während es zur Naabtrasse wesentlich mehr Auflagen gibt.

"Noch vereinbar"


Die Bedingungen fordern hier die Bündelung mit der 110-kV-Trasse des Bayernwerks, die Umgehung Irlachings und die Reduzierung von Gewässerquerungen. Unter diesen Maßgaben sei die Naabtrasse "noch mit den Erfordernissen der Raumordnung vereinbar". Das kann als Abstufung gegenüber der Kreither Variante verstanden werden.

Oberbürgermeister Andreas Feller will sich am Montag im Stadtrat zum Thema äußern. "Vom Ergebnis des Raumordnungsverfahrens habe ich in den Medien erfahren. Die Unterlagen werden in den nächsten Tagen im Rathaus erwartet. Die Regierung hat zwei Trassen als raumverträglich eingestuft und Tennet damit zwei Varianten für das weitere Verfahren an die Hand gegeben. Im nun anstehenden Planfeststellungsverfahren wird nun eine oder beide Varianten weiter untersucht und geplant werden. Ich werde unverzüglich das Gespräch mit der Tennet suchen, um das weitere Verfahren zu besprechen", antwortete der OB auf eine Anfrage von Oberpfalz Medien. Er will sich beim Netzbetreiber Tennet auch dafür einsetzen, dass in Schwandorf eine Informationsveranstaltung stattfindet. Dieser Wunsch werde erfüllt, sagte Tennet-Sprecher Markus Lieberknecht am Freitag auf Anfrage, voraussichtlich im Januar.

Eine "Wunschtrasse"


"Das ist unsere Wunschtrasse", sagte der Bürgermeister von Wernberg-Köblitz, Georg Butz. Auch er hat die Unterlagen zwar noch nicht auf dem Tisch, und bezog sich auf die NT-Berichterstattung. In der Marktgemeinde verläuft der Ostbayernring relativ nah an der Wohnbebauung. Der Ersatzneubau soll hier bis etwa an die Abzweigung der Neunaigener Straße nach Westen rücken und dann einer vorhandenen Schneise nach Süden folgen. Damit wird der Steinbruch Döllnitz möglichst wenig beeinträchtigt, ebenso das Industriegebiet an der Autobahn. Auch das Naturwaldreservat Osta bei Saltendorf wird berücksichtigt. (Angemerkt)

___



Weitere Informationen im Internet:

www.onetz.de/1711148
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.