Schnelles Internet im ganzen Kreis
Sachstandsbericht über Förderverfahren

Im Landkreis gibt es noch einige Haushalte, deren Internet-Anschluss noch zu langsam ist. Mit Hilfe des Förderprogramms sollen diese weißen Flecken bald von der Internet-Landkarte verschwinden. Archiv-Bild: Götz
Politik
Schwandorf
11.03.2016
17
0

Mit einem neuen Förderprogramm sollen die letzten Löcher im weltweiten Netz gestopft werden. Das Ziel ist es, in jedem Haushalt im Landkreis Internet-Geschwindigkeiten von mindestens 30 Megabit in der Sekunde zu erreichen. Das Bundesprogramm, das der Freistaat mit einem eigenen Topf weiter aufstockte, hat aber eine Bagatellgrenze von 100 000 Euro. Das würde dazu führen, dass Gemeinden, in denen nur noch ganz wenige Haushalte nicht genügend versorgt sind, unter diese Grenze fallen würden. Deshalb hat der Landkreis den Kommunen angeboten, die Federführung zu übernehmen und einen zentralen Förderantrag zu stellen. Wie Landrat Thomas Ebeling bei der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Umweltschutz und Tourismus sagte, soll der Antrag Ende April fertiggestellt sein.

Rudolf Reger, Wirtschaftsreferent des Landkreises, stellte mit Siegfried Schollerer vom beauftragten Büro BBN-Breitbandnetwork aus Traitsching den weiteren Ablauf vor: Derzeit ist das Büro dabei, den aktuellen Ausbaubedarf für jede Landkreiskommune zu ermitteln. Dazu werden alle Gebiete, in denen keine 30 Megabit in der Sekunde erreicht werden, festgelegt und außerdem geklärt, welche Regionen in den nächsten drei Jahren eventuell noch eigenwirtschaftlich ausgebaut werden. Dann werden Schätzungen zufolge zwischen 3000 und 4000 Adressen im Landkreisgebiet übrig bleiben, die dann über das neue Programm ausgebaut werden sollen. Wenn die Experten den genauen Ausbaubedarf ermittelt haben, wird er im Geoinformationssystem (GIS) des Landkreises dargestellt. Er bildet die Grundlage für die Kostenschätzung und den Förderantrag. Wenn grünes Licht aus dem Bundesverkehrsministerium kommt, folgt die Ausschreibung - und schließlich die Vergabe der Arbeiten durch die kommunalen Gremien. Siegfried Schollerer rechnete auf Nachfrage von Arnold Kimmerl (ÖDP) damit, dass noch in diesem Jahr die Förderung über das Bundesprogramm abgewickelt wird. Im Anschluss folgen in den Jahren 2017 und 2018 die Planungsphase durch die Netzbetreiber und der Ausbau.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.