Schwandorf: Partnerschaftsvertrag mit Sokolov gebührend gefeiert
Beziehung mit Leben erfüllt

Die beiden Oberbürgermeister Jan Picka (links) und Andreas Feller schnitten die Geburtstagstorte an und bekräftigten die Partnerschaft zwischen Schwandorf und Sokolov. Bild: rid
Politik
Schwandorf
19.04.2015
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Seit 15 Jahren funktioniert der Austausch, haben sich viele Kontakte verfestigt. Nun gab es einen Festakt, wobei Konditormeister Hans Brunner die "Geburtstagstorte" lieferte. Das war aber nicht die einzige Überraschung an diesem Tag.

Am 17. April 2000 unterzeichneten der damalige Oberbürgermeister Hans Kraus und sein Kollege Dr. Karel Cernik in Sokolov einen Partnerschaftsvertrag und legten damit den Grundstein für eine nachhaltige freundschaftliche Beziehung. Ihre Nachfolger Andreas Feller und Jan Picka bekräftigten bei einer Feierstunde am Samstag in der Spitalkirche die Städtepartnerschaft Schwandorf-Sokolov. Oberbürgermeister Andreas Feller bat all jene Personen auf die Bühne, "die die Partnerschaft über viele Jahre hinweg mit Leben erfüllt haben", und verlieh ihnen die Konrad-Max-Kunz-Medaille. Senator Zdenek Berka war lange Zeit zweiter Bürgermeister der Stadt Sokolov und in dieser Funktion für die Pflege der Beziehungen zuständig.

Austausch der Jugend

Bei den Schwimm- und Fußballturnieren mischte sich der frühere Oberbürgermeister Karel Jakobec regelmäßig unter die Akteure. Die sportlichen Beziehungen liegen auch dem langjährigen Komitee-Vorsitzenden Antonin Lebeda besonders am Herzen. Dolmetscherin Kristina Damajkova überwindet nicht nur die Sprachbarrieren, sondern koordiniert auch die regelmäßigen Treffen. Zu den Männern der ersten Stunde gehört ferner Robert Valenti, der den Kontakt der Schwandorfer Kreuzbergschule mit der Achten Grundschule Sokolov anbahnte. Der Schwandorfer Komitee-Vorsitzende Ernst Schober stellt die Partnerschaft auf sechs Säulen: Breitensport, Kultur, Schule, Jugendaustausch, kommunale Ebene und Heimatverein Falkenau.

Stabile Bindungen in den letzten 15 Jahren

"Aus Kontakten sind Freundschaften geworden", betonte Schober und erinnerte stellvertretend an den jährlichen Freundschaftslauf zwischen den beiden Städten. Die leidvollen Erfahrungen der beiden Orte am Kriegsende seien die Wegbereiter der Partnerschaft geworden, unterstrich Oberbürgermeister Andreas Feller. Und: "In den vergangenen 15 Jahren haben sich stabile Bindungen entwickelt". MdB Karl Holmeier betonte die gemeinsamen bayerisch-böhmischen Wurzeln, "die auch die Spaltung überdauert haben". Tschechien gehöre heute zu den wichtigsten Handelspartnern des Freistaates. Das Mitglied der deutsch-tschechischen Parlamentariergruppe im Bundestag ist überzeugt: "Der gemeinsame Wirtschafts- und Arbeitsmarkt wird weiter wachsen".

Die treibenden Kräfte

Der tschechische Senator Zdenek Berka nannte mit Ernst Schober, Antonin Lebeda und dem mittlerweile verstorbenen Karl Trettenbach die "treibenden Kräfte der Partnerschaft". Für MdL Joachim Hanisch lässt sich auf dem "freundschaftlichen Fundament ein gemeinsames politisches Dach bauen". Trotz der Sprachprobleme habe sich ein intensiver Austausch entwickelt, freute sich Landrat Thomas Ebeling. Mit der Europahymne "An die Freude" stimmte der Sängerbund in den Festakt ein. Die 16-jährige Susanna aus Sokolov bereicherte die Veranstaltung mit Gesang und Gitarrenspiel. Ein Dolmetscher übersetzte die Ansprachen simultan. Die Bewirtung bei m anschließenden Stehempfang übernahmen Schüler der Kreuzbergschule.
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