Schwandorf wartet ab
Keine Zustimmung zu Regensburger Gymnasium-Plänen

Politik
Schwandorf
16.12.2015
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Die beabsichtigte Erweiterung des Gymnasiums Lappersdorf (Landkreis Regensburg) bereitet dem Kreistag nach wie vor Sorgen. Das Gremium sah sich am Montag nicht im Stande, eine positive Stellungnahme zu dem Vorhaben abzugeben. Stattdessen soll Landrat Thomas Ebeling (CSU) weiterhin mit seiner Regensburger Kollegin Tanja Schweiger (FW) verhandeln.

Briefwechsel ergebnislos


Der Regensburger Kreistag hatte am 29. Juni beschlossen, den Ausbau gegenüber der ursprünglichen Planung leicht zu verkleinern und die Schule dann 3,5-zügig zu führen. Parallel dazu versuchten die Kreisverwaltungen in Schwandorf und Regensburg abzuklären, ob die Baumaßnahme negative Folgen für die benachbarten Gymnasien im Landkreis Schwandorf, in Burglengenfeld und Nittenau, haben könnte.

Mit dem Regensburger Verkehrsverbund wurde über die Optimierung der Busverbindungen aus dem Raum Regenstauf verhandelt. In einem Gespräch, das mit den Schulleitungen beim Ministerialbeauftragten für die Gymnasien stattfand, standen die fachliche Abgrenzung der Schulen zueinander, die mögliche Einführung neuer Fachrichtungen und die Frage nach Ganztagsangeboten im Vordergrund, mit denen sich eine Schule zu Lasten der Anderen verstärkt profilieren könnte. Am 29. Oktober stellte das Landratsamt Regensburg den Kollegen in Schwandorf die Planentwürfe für die Erweiterung zur Verfügung. Daraus ergaben sich weitere Fragen, die in einen Schriftwechsel der beiden Landkreis-Chefs einflossen. Zu einer verbindlichen Einigung kam es dabei allerdings nicht.

Zweifel bestehen weiter


"Ich will aus meinem Herzen keine Mördergrube machen", gab Landrat Thomas Ebeling am Montag in der Kreistagssitzung zu verstehen, dass auf Regensburger Seite anscheinend versucht werde, "dass bis zu einem gewissen Grad immer mehr wird". Deswegen werde man die Pläne wohl nicht in Gänze abnicken können.

"Die Zweifel an der Beeinträchtigung unserer Schulstandorte Burglengenfeld und Nittenau sind nicht ausgeräumt", brachte CSU-Fraktionssprecher Alexander Flierl den Sachstand auf einen Nenner. Der Landkreis Schwandorf habe dort in den zurückliegenden Jahren jeweils viel Geld investiert und wolle deshalb den Fortbestand beider Schulen sichern. Bei der Regierung der Oberpfalz läuft das schulaufsichtliche Genehmigungsverfahren. Nun ist damit zu rechnen, dass der Landkreis Schwandorf daran förmlich beteiligt wird und die Gelegenheit bekommt, eine Stellungnahme abzugeben.
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