SPD-Dreikönigstreffen in der Fischerhütte

Die stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Sandra Gierl (rechts) und Andreas Weinmann (links) wollen die Schwandorfer Innenstadt beleben und forderten beim Dreikönigstreffen in der Fischerhütte ein Konzept. Bild: rid
Politik
Schwandorf
07.01.2016
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"Was soll der arme Mensch denn tun?", fragte Altoberbürgermeister Helmut Hey und meinte damit den City-Manager, den die Stadt anstellen will. Ohne Stellenbeschreibung werde er zur "eierlegenden Wollmilchsau", ohne Wirkung, aber mit 60 000 Euro Jahresgehalt.

Stadträtin Sandra Gierl war beim SPD-Dreikönigstreffen in der Fischerhütte allerdings anderer Meinung. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende hat klare Vorstellungen: "Der neue Mann muss ein Konzept für die Innenstadt entwickeln und es gemeinsam mit den Einzelhändlern umsetzen." In Schwandorf gebe es immer weniger "inhabergeführte Geschäfte", dafür aber immer mehr Leerstände. Das müsse sich ändern. Die Abwanderung des Autohauses Maschek, des Schulamtes und der IHK nach Wackersdorf kommentierte Sandra Gierl mit den Worten: "So etwas darf in Zukunft nicht mehr passieren."

W-Lan und Personalkosten


Zu einem Innenstadt-Konzept zählt die Kommunalpolitikerin auch die Gestaltung der Friedrich-Ebert-Straße und des Stadtparks. "Für beides erwarten wir in diesem Jahr von der Verwaltung vernünftige Vorschläge", so Sandra Gierl. Ebenso für eine W-Lan-Lösung in der Innenstadt. Im Auge behalten will die SPD-Fraktion die Personalkosten im Rathaus. "800 000 Euro mehr in einem Jahr", das könne sich die Stadt auf Dauer nicht leisten.

SPD-Stadtrat Andreas Weinmann nahm "die Beerdigung der geplanten Windkraftanlage in Neukirchen mit Bedauern zur Kenntnis" und warf der CSU-Fraktion vor, mit ihrem Abstimmungsverhalten den Bau von Windrädern im Stadtgebiet ein für alle Mal verhindert zu haben. "Genau hinschauen" will der Klardorfer Stadtrat beim Kiesabbau im Stadtsüden. Eine Anhebung des Grundwasserspiegels dürfe es auf keinen Fall geben.

Chaos programmiert


"Eine Menge Ärger" erwartet Sandra Gierl beim Wirtschaftsbetrieb in der Oberpfalzhalle. Veranstaltende Vereine müssten die Getränke "vom Wirt nehmen und dann auch noch die Gewinne mit ihm teilen".

Da sei das Chaos programmiert, befürchtet die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Juso-Vorsitzender Michael Polauf prangerte "die Gewerbewüsten" in der Stadt an und forderte: "Da muss etwas passieren." Gierl antwortete mit einem Achselzucken: "Die Unternehmensphilosophie und die Verbrauchermentalität können wir nicht beeinflussen." Der Musiker Michael Polauf hakte nach und wollte wissen: "Wann gedenkt die SPD ihr Wahlkampfversprechen einzulösen und die Musikkapellen in der Stadt genauso zu fördern wie den Sport ?" Eine Antwort darauf bekam er nicht.
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