Stadt braucht weitere Daten
Versuch: Änderung ab Mittwoch

Der Verkehrsversuch wird fortgeführt. Geändert wird die Zufahrt zur Postgartenstraße. Sie ist ab Mittwoch aus Richtung Süden nicht mehr befahrbar, um zum Marktplatz zu gelangen. Grafik: Stadt Schwandorf
Politik
Schwandorf
13.05.2016
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Wo Schilder nichts helfen, hilft vielleicht ein Aufruf: Das Rathaus bittet um Verständnis dafür, dass der Verkehrsversuch zur Umfahrung der Innenstadt verlängert wird. Bis zum 24. Juni sollen weiter Daten gesammelt werden.

(ch) Die ausgiebigen Presseberichte der vergangenen Wochen und Monate, Internethinweise und große Plakate waren für den ein oder anderen offenbar noch nicht ausreichend. Vor allem von Gewerbetreibenden wurden Stimmen laut, dass der Grund für den Versuch vielen Leuten nicht klar sei. Wie berichtet, wird der Versuch bis 24. Juni verlängert und leicht modifiziert. Die direkte Zufahrt in die Postgartenstraße ist ab Mittwoch, 18. Mai, für den aus Süden kommenden Verkehr nicht mehr möglich. Dieser Verkehr wird in den Kreisel am TWF-Gelände abgeleitet. Alle sonstigen Umfahrungen bleiben wie bisher.

Eine Ausnahme


Mit dem Versuch will die Stadt prüfen, ob eine Verkehrsentlastung der Innenstadt und somit eine Umgestaltung der Friedrich-Ebert-Straße ohne den teuren Bau einer zweiten Naabbrücke möglich ist. Der Versuch soll klären, wie sich der Verkehr auf die Umfahrungsstrecken verteilt. Die ersten Wochen bis zum Dienstag hatten ergeben, dass das klappt - mit Ausnahme der Überlastung der Postgartenstraße. Im Verkehrsentwicklungsplan der Stadt gilt die Entlastung der Innenstadt als Ziel. Sie sei Voraussetzung für eine attraktive Umgestaltung der Ebert-Straße, so die Stadt. Eine Verkehrszählung 2015 ergab eine weniger drastische Entwicklung der Verkehrszahlen als ursprünglich angenommen. Somit rückte die Möglichkeit einer Verkehrsentlastung auch ohne zweite Naabbrücke näher.

Über das TWF-Gelände


Um konkrete Daten zu erhalten, wurde der Verkehrsversuch beschlossen. In der ersten Phase wurde die direkte Einfahrt vom Wendelinplatz in die Ebert-Straße unterbunden. Eine Zufahrt in die Innenstadt ist weiter über die Bahnhofstraße möglich. Die Zählungen während des Versuchs bestätigten die prognostizierten Zahlen, bis auf die deutliche Abweichung in der Postgartenstraße. Hier kam es zu einer extremen Mehrbelastung, da viele Autofahrer nicht der ausgeschilderten Umleitungsstrecke über das TWF oder rechts an der Adenauerbrücke vorbei folgten.

Somit konnte die Belastungsfähigkeit dieser Umleitungsstrecke nicht ausreichend überprüft werden. Deshalb beschloss der Verkehrsausschuss auf Empfehlung des Gutachters, den Versuch zu verlängern. Autofahrer, die von der Regensburger Straße her kommen, müssen nun auf die bereits bisher vorgesehene Umleitung ausweichen.

Diese führt über das TWF-Gelände zur Steinberger Straße/Pesserlstraße und dann weiter über die Bahnhofstraße in die Innenstadt oder über die Güterhallen-/Naabuferstraße stadtauswärts. Die Stadt verweist darauf, dass die derzeitige Umleitung keinen Endzustand darstelle. Die Ergebnisse des Versuches sollen die Grundlage für alle weiteren gestalterischen Maßnahmen in der Innenstadt bilden.

Die Umgestaltung der Ebert-Straße ist aus Sicht der Stadt und vieler Bürger zur Steigerung der Attraktivität und der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt erforderlich. Dies ergab auch eine Fragebogenaktion. Darüber hinaus möchte sich die Stadt auch der Verbesserung der Leerstandssituation und der Ansiedlung zusätzlicher attraktiver Geschäfte in der Innenstadt verstärkt annehmen. Meinungsäußerungen und Anregungen können weiterhin an die Stadt per E-Mail an die Adresse verkehrsversuch@schwandorf.de gesandt werden.
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