Stadtplanungsausschuss befürwortet Ansinnen grundsätzlich
Neues Wohnquartier statt Brauerei

Das Schmidt-Bräu-Gelände (hervorgehoben) soll zum Wohnquartier werden. Das befürwortet auch der Stadtplanungsausschuss. Wie dicht die Bebauung werden kann und soll, darüber herrscht noch Uneinigkeit mit dem Planer Prof. Johann-Peter Scheck, der seinen Entwurf im Ausschuss vorstellte. Bild [M]: Götz
Politik
Schwandorf
20.07.2016
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Das ehemalige Schmidt-Bräu-Gelände soll sich zum Wohnquartier wandeln. Ziel ist eine verdichtete Bebauung. Wie dicht, das ist noch Konfliktstoff zwischen Bauverwaltung und Stadtplanungsausschuss einerseits und dem Planer Professor Johann-Peter Scheck mit den dahinter stehenden Grundstückseigentümern andererseits, wie am Mittwoch in der Sitzung des Ausschuss deutlich wurde.

Das Konzept Schecks sieht zwei U-förmige und einen trapezförmigen Wohnblock auf der Fläche vor, mit drei bis fünf Stockwerken, die sich auch aus der Hanglange des Grundstücks ergeben. Zwischen den Gebäuden ist relativ wenig Platz - zum Teil nur sechs Meter. Ein Problem, auf das Sabine Pollinger vom Stadtplanungsamt hinwies. Die zu geringen Abstandsflächen der Häuser untereinander ist aus Sicht der Verwaltung nicht einfach aus der Welt zu schaffen. Der Vorschlag deshalb: Die Stadt stellt einen Bebauungsplan (B-Plan) der Innenentwicklung für den Bereich auf.

Mit den in der Bauordnung vorgeschriebenen Abständen wären nur zwei ähnlich große Wohnblocks möglich. "Dann bleibt es eine Brache", sagte Prof. Scheck. Laut dem Planer kostet es rund allein eine Million Euro, das Grundstück baureif zu machen. Für eine wirtschaftliche Nutzung sieht Scheck die 44 geplanten Wohnungen als notwendig an. Er führte außerdem die Niedrigzinsphase ins Feld, die jetzt zu nutzen wäre. Ein Bebauungsplanverfahren ist aus seiner Sicht zu langwierig, eine Genehmigung als Einzelvorhaben schneller. Die Stadtplanung ihrerseits steht auf dem Standpunkt, dass erst durch einen B-Plan die Abstandsflächen auch vermindert werden könnten. Außerdem kämen durch die Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange alle Einwände auf den Tisch - und würden entsprechend abgewogen. Eine Einigung gab es am Mittwoch im Ausschuss nicht. Auf Antrag von Manfred Schüller (SPD) wurde die eingereichte Bauvoranfrage in den Stadtrat weitergereicht, der am Montag tagt. Dort soll das Vorhaben nochmal vorgestellt werden. (weiterer Bericht folgt)
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