Stadtrat Dieter Jäger kritisiert Oberbürgermeister Andreas Feller

Alles nur Schall und Rauch.
Politik
Schwandorf
10.12.2015
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"Winken und Trinken allein genügt nicht", sagt Dieter Jäger und meint damit den Oberbürgermeister. Der Stadtrat der Freien Wähler forderte ihn bei einer Versammlung am Dienstag im Café Großer auf, endlich mit der Umsetzung seines Wahlprogramms zu beginnen. Die Schonfrist sei abgelaufen.

Dieter Jäger listete die 23 Punkte aus dem Wahlkampfprogramm des CSU-Oberbürgermeisters auf: Betriebsansiedlungen, Ausweisung von Gewerbegebieten, Schaffung von Arbeitsplätzen, Erschließung des Bahnhofsviertels, Ansiedlung eines Fachhochschulzweiges, Belebung des Stadtparks, Lenkung des Schwerlastverkehrs. "Alles nur Schall und Rauch", stellte der unterlegene OB-Kandidat der Freien Wähler fest.

Einzige Aktion: Abriss der Beer-Häuser. Doch auch hier fehle ein Konzept zur Bebauung. Genauso wie beim Erlebnisbad, das die CSU zu einem Ganzjahresbad ausbauen wollte. Zur Planung der Friedrich-Ebert-Straße habe die Verwaltung jetzt einen "symbolischen Betrag von 25 000 Euro in den Haushalt eingestellt". Es werde sich dort wieder nichts tun, prophezeite der FW-Stadtrat.

Zwei positive Punkte


Auf die angekündigte Besetzung von Manager-Posten für Gewerbeansiedlung und Innenstadtgestaltung ist Dieter Jäger gespannt. Seine Befürchtung: "Es werden wieder nur A11-Stellen geschaffen und mit Parteifreunden besetzt." Statt gute Leute von außen zu holen und sie ordentlich zu bezahlen. Zwei positive Punkte führte Dieter Jäger dann doch an: "Die Zuschüsse für die Sportvereine bleiben gleich, und Schwandorfs wichtigste Grundschule, die Lindenschule, wird saniert."

Plan für den Verkehr


Dieter Jäger will den Durchgangsverkehr aus der Friedrich-Ebert-Straße verbannen. Nach der Abstufung der B 15 habe die Stadt die Chance, den Marktplatz-Zubringer selber zu entwickeln. Er schlägt die Umkehrung der Einbahnregelung in der Schwaigerstraße vor. Auswärtige könnten dann über einen Teil der Friedrich-Ebert- und dann weiter über die Schwaiger-, Kloster- und Naabuferstraße in Richtung Norden und Westen fahren.

Die 1000 Fahrzeuge, die derzeit täglich die Schwaigerstraße nutzten, hätten die Möglichkeit, über das TWF-Gelände oder die Steinberger Straße in Richtung Süden und Osten zu gelangen. Wer den Marktplatz ansteuere, für den bleibe die Zufahrt über die Bahnhof- und Friedrich-Ebert-Straße. Mit dieser Lösung ließen sich zwischen Wendelinplatz und Schwaigerstraße "30 bis 40 Schrägparkplätze" schaffen, so Dieter Jäger.
Alles nur Schall und Rauch.FW-Stadtrat Dieter Jäger kritisiert die Arbeit des OB
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