Vorsorgewerte beschlossen
Strenger Blick auf Mobilfunk

Für künftige Standorte von Mobilfunkantennen werden in der Stadt strenge Vorsorgewerte gelten, beschloss der Planungs- und Umweltausschuss. Bild: Unger
Politik
Schwandorf
13.05.2016
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Auslöser waren Proteste gegen eine Mobilfunkantenne neben dem Gauß-Gymnasium. Nun will die Stadt Einfluss auf die Standortwahl der Betreiber nehmen. Sie setzt auf einen strengen Vorsorgewert.

Die Stadt erarbeitet auf Grundlage eines Gutachtens des Umweltinstituts München derzeit einen "Standortangebotsplan". Wenn Mobilfunkbetreiber neue Antennen bauen wollen, wird diese Positivliste zugrunde gelegt. Damit soll einerseits einem "Wildwuchs" der Antennen Einhalt geboten werden, gleichzeitig zeigt der Plan den Betreibern aber mögliche Alternativen. Schließlich soll die Netzabdeckung in der Stadt gegeben bleiben. Der Ausschuss billigte als Vorsorgewert eine elektrische Feldstärke von 4,2 Volt pro Meter. Der vom Bund festgelegte Grenzwert liegt etwa um den Faktor 10 höher und beträgt für 900-MHz-Anlagen 41 Volt pro Meter. "Der Wert ist ausreichend und realistisch," sagte Stephan Küster von der Stadtplanung, der die Grundlagen vorgestellt hatte. Der Schutz der Bevölkerung werde gewährleistet, gleichzeitig gibt es noch ausreichend Alternativstandorte. Zusätzlich sollen Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser nochmal besonders berücksichtigt werden. Auch der Denkmal- und der Naturschutz sind eingebunden. "Uneingeschränkte Zustimmung" signalisierte Andreas Wopperer (CSU), der darauf verwies, dass der Vorsorgewert "um das zigfache" unter dem gesetzlichen Grenzwert liege. Dem pflichtete Manfred Schüller (SPD) ebenso bei wie Kurt Mieschala (UW). Auch Marion Juniec-Möller (Grüne(AuGe) und Ferdi Eraslan (FW) befürworteten die Richtlinien.
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