Wirtschaftsforum kritisiert Verlängerung des Tests
Streitfrage Verkehrsversuch

Fußgängerzone Friedrich-Ebert-Straße: So stellen sich die Mitglieder des Wirtschaftsforums die Zukunft der Hauptdurchgangsstraße und Einkaufsmeile nicht vor. Bild: Hirsch
Politik
Schwandorf
20.05.2016
428
0

Das Ziel scheint in gleicher Richtung zu liegen, über die Wege dorthin herrscht Uneinigkeit. Auch das Wirtschaftsforum will die Ebert-Straße aufwerten. Der nun verlängerte Verkehrsversuch ist den Händlern aber ein Dorn im Auge.

"Wir stellen uns alle die gleiche Frage", sagt Roland Meiller vom Wirtschaftsforum. Wie lässt sich die Schwandorfer Innenstadt attraktiver gestalten? Bei der Umsetzung gehen die Meinungen aber auseinander. Deshalb suchten die Einzelhändler in dieser Woche das Gespräch mit den Stadträten. Acht von ihnen kamen, dazu die beiden Bürgermeisterinnen Ulrike Roidl und Martina Englhardt-Kopf.

"Die Diskussion begann sehr emotional", beschreibt Michael Schickram die Stimmung. Die Einzelhändler beklagten Umsatzeinbußen und mangelnde Transparenz. "Die Stadträte haben eingesehen, dass einiges schief gelaufen ist", stellte die Sprecherin des Wirtschaftsforums, Christiana Roidl-Burggraf fest.

Ihr fehlt das Verständnis für die Entscheidung, den Verkehrsversuch mit der Teilsperrung der Friedrich-Ebert-Straße und der u,leitung zum Marktplatz noch einmal zu verlängern. "Wir wollen, dass die Stadt die Entscheidung überdenkt", so der Wunsch der Vorsitzenden. Christiana Roidl-Burggraf sieht sich von den Ergebnissen der Umfrage bestätigt, die das Wirtschaftsforum gestartet hat. Der Großteil der Kunden sei mit der aktuellen Verkehrsführung nicht einverstanden. Die Aktion des Wirtschaftsforums läuft noch bis 4. Juni. Mit den Resultaten wollen die Händler ihre Forderung bei der Stadt untermauern.

An der Notwendigkeit, die Friedrich-Ebert-Straße umzugestalten, besteht auch beim Wirtschaftsforum kein Zweifel. Roland Meiller kann sich eine Beruhigung durch den Einbau von Schikanen vorstellen. Die Schwierigkeit bestehe nun darin, den Verkehrsfluss so zu gestalten, "dass der Stadt die staatlichen Zuschüsse für den Ausbau nicht verloren gehen, gleichzeitig aber auch die Anliegerbeiträge im Rahmen bleiben".
Wir wollen, dass die Stadt die Entscheidung überdenktChristiana Roidl-Burggraf, Vorsitzende des Wirtschaftsforums
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.