Wirtschaftsministerin Ilse Aigner spricht bei CSU-Empfang
Digital in die Zukunft

Ilse Aigner (am Pult), bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, sprach am Freitag vor rund 100 Gästen eines CSU-Empfangs im ZMS-Verwaltungsgebäude. Bild: Steinbacher
Politik
Schwandorf
11.11.2016
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Die Digitalisierung der Wirtschafts- und Arbeitswelt sieht Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) als eine der größten Herausforderungen. Investitionen in Infrastruktur und Köpfe seien deshalb besonders wichtig, sagte sie am Freitagabend bei einem Empfang des CSU-Kreisverbands im ZMS-Verwaltungsgebäude.

Allein das immense Wachstum der bloßen Datenmenge, die heute Smartphones ebenso produzieren wie Autos oder Maschinen zeige die Bedeutung, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin. Der Ausbau von Breitband wie Mobilfunk sei deshalb auch ein wichtiges Ziel, betonte sie unisono mit dem Gastgeber, CSU-Landtagsabgeordnetem Alexander Flierl vor gut 100 Gästen vornehmlich aus Industrie und Handwerk.

"Wenn's gut geht, waren es die Unternehmen. Wenn's schlechter geht, war es die Politik. Ich schlage vor, wir teilen uns das ein wenig", sagte Aigner und verwies auf die Entwicklung in der Oberpfalz in den vergangenen Jahren hin zu dem Bezirk mit den geringsten Arbeitslosenzahlen. Dass dies gelungen sei, sei "nicht alles Wirtschaftspolitik. Das sind schon Sie", wandte sich Aigner an die Unternehmer und Handwerker. Mit rund 250 Millionen Euro an Wirtschaftsförderung in den vergangenen Jahren für den Bezirk habe aber auch der Freistaat dazu beigetragen.

Nun gelte es, die Digitalisierung zu unterstützen. Aigner nannte fünf Bereiche: Vernetzte Mobilität, Energie, digitale Produktion, das Gesundheitswesen und Sicherheitssysteme. Völlig neue Geschäftsmodelle entstehen. Aigner nannte "Uber" - "das größte Transportunternehmen ohne ein einziges eigenes Auto" - oder "Airbnb" als Plattform für Übernachtungsangebote ohne ein eigenes Hotelbett. Angebote wie "Car-Sharing" würden nach ihren Worten auch Auswirkungen auf die Automobilindustrie haben. Es gelte, nicht nur die Netze zu schaffen, sondern auch in die Köpfe zu investieren. Mit einem "Digitalbonus" in Form von Zuschüssen oder Krediten soll es kleinen Unternehmen möglich sein, ihre digitale Strategie aufzubauen.

Am Thema Energiewende und Stromnetze kam Aigner in Schwandorf natürlich nicht vorbei. Aigner bedauerte, dass es nicht gelungen sei, auch den Ostbayernring erdverkabelt zu verlegen. "Ich darf Ihnen versichern, wir haben sehr dafür gekämpft", sagte sie in ihrer gut halbstündigen Rede. "Hausherr" Landrat Thomas Ebeling, gleichzeitig Vorsitzender des Zweckverbands Müllverwertung Schwandorf, hatte ein Präsent für die Ministerin: Ein Modell eines Eisenbahnwaggons samt ZMS-Container. "Wenn Sie kein Modelleisenbahnfan sind: Das Geschenk ist auch zur Beschwichtigung von Ministerpräsidenten geeignet," sagte Ebeling. Vor dem Empfang war Aigner zu Gast bei der Nabaltec. (Bericht folgt)
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