Zweckverband verabschiedet drei Ärztliche Leiter Rettungsdienst
Rettungswesen: Neue Strukturen in der Kritik

Marc Bigalke und Dr. Torsten Birkholz (von links) schieden als Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) aus. Ihre Leistungen würdigten ZRF-Geschäftsführer Andreas Dommer, ZRF-Vorsitzender OB Michael Cerny (Amberg), Landrat Richard Reisinger (Amberg-Sulzbach) und Landrat Thomas Ebeling (Schwandorf). Der dritte im ÄLRD-Bunde, Dr. Michael Dittmar, konnte berufsbedingt am Abschied nicht teilnehmen. Bild: Hösamer
Politik
Schwandorf
27.09.2016
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Mit einem Federstrich ist Geschichte, was sich über mehr als fünf Jahre bewährt hat. Die drei Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄRLD), Privatdozent Dr. Torsten Birkholz, Marc Bigalke und - in Abwesenheit - Privatdozent Dr. Michael Dittmar wurden am Dienstag vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) verabschiedet. "Ich bedaure das sehr", sagte der Verbandsvorsitzende, Ambergs OB Michael Cerny.

Die Dienstzeit der drei ÄRLD für den Rettungsdienstbereich Amberg (kreisfreie Stadt Amberg und die beiden Landkreise Amberg-Sulzbach und Schwandorf), die sich eine Stelle teilten, endete offiziell bereits zum 31. Juli, am Dienstag gab Birkholz noch den Jahresbericht ab. Künftig soll es nur noch einen ÄRLD geben, auf einer Halbtagesstelle. Birkholz erachtete es für schwierig, bei dieser Konstellation überhaupt einen Arzt für die Aufgabe zu finden. Die Änderung beruht auf einer Entscheidung der Kostenträger, der Krankenkassen. Die Strukturänderung sei "aus unserer Sicht nicht von Vorteil", sagte Birkholz. Oberbürgermeister Cerny pflichtete ihm bei der ZRF-Sitzung im Schwandorfer Landratsamt bei.

Die ÄLRD hatten sich bis zuletzt um diverse Aufgaben gekümmert, vor allem im Qualitätsmanagement, für einheitliche Einsatzvorgaben bei Lagen mit vielen Verletzten sowie bei Hygieneregelungen. Die drei Ärzte, die hauptberuflich in Kliniken in Regensburg, Erlangen und Amberg arbeiten, hatten auch Posten in überregionalen Gremien übernommen und dort wertvolle Arbeit geleistet.Dass es in Bayern einheitliche Sets mit chirurgischen Instrumenten geben wird, ist nur ein Ergebnis. Auch Vorgaben für mechanische Hilfsmittel zur Reanimierung sind ebenso entstanden.

Das Trio hatte auch das "Dreikönigstreffen" ins Leben gerufen, bei dem Themen des Rettungsdienstes mit hochkarätigen Referenten behandelt wurden. Das nächste Treffen ist trotz des Ausscheidens schon terminiert: Am 14. Januar 2017 in der Oberpfalzhalle Schwandorf. "Was ihr aufgebaut habt, muss weitergehen", sagte Cerny und verband dies mit einem herzlichen Dankeschön, dem sich die Landräte Thomas Ebeling (Schwandorf) und Richard Reisinger (Amberg-Sulzbach) anschlossen.
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