45 gute Minuten reichen nicht
Burglengenfeld unterliegt SpVgg SV Weiden mit 0:2

Lukas Hudec (links) brachte die SpVgg SV Weiden mit einem abgefälschten Freistoßtor in Führung. Der zweite SpVgg-SV-Treffer zum 2:0-Erfolg in Burglengenfeld ging auf das Konto des agilen Ralph Egeter. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Schwandorf
20.03.2016
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Die SpVgg SV Weiden bleibt in der Fußball-Bayernliga Nord am Drücker. Im Oberpfalzderby behielten die Schwarz-Blauen mit 2:0 die Oberhand und bauten ihre Serie auf zwölf Spiele ohne Niederlage aus. Gastgeber ASV Burglengenfeld hielt zumindest eine Halbzeit kräftig dagegen.

Burglengenfeld. "Es ist immer schwierig gegen eine Mannschaft zu spielen, die auf dem Zettel schlechter ist." Was der SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek nach dem Schlusspfiff sagte, galt vor allem für die erste Halbzeit im Naabtalpark. Der ASV begegnete dem Favoriten in den ersten 45 Minuten auf Augenhöhe, hatte in manchen Phasen sogar die besseren Aktionen, ohne aber gegen die bärenstarke Weidener Abwehr klare Chancen herausspielen zu können. "Es ist uns gelungen, aus den paar Möglichkeiten, die wir hatten, Tore zu machen", analysierte Galasek die Partie.

Die beste Torchance bot sich dem ASV gleich in der 8. Spielminute: Nach einem Befreiungsschlag aus der Weidener Abwehr kam der Ball postwendend durch einen Pass von Andreas Müller zurück auf Ibrahim Hezer, der hinter der Gästeabwehr zum Ball kam und schnell abzog, aber nur den Pfosten traf.

Wildenauer zu spät


Weiden kam zum ersten Mal mit Kapitän Thomas Wildenauer gefährlich vor das Tor der Burglengenfelder. Die erste Nachlässigkeit des ASV im Mittelfeld nutzten die Nordoberpfälzer sofort für eine gefährliche Chance. Marco Epifani im Tor der Burglengenfelder kam Wildenauer aber zuvor und schnappte ihm den Ball vor den Füßen weg (22.). In der Folge verflachte das Spiel etwas. Nur der stets gefährliche Ralph Egeter kam für die Gäste noch zu einer Torchance. Nach Flanke von Lukas Hudec streifte der Ball den Scheitel von Egeter und flog ohne Richtungsänderung ins Toraus (45.). "Ich glaube, dass wir die erste Halbzeit offen gestalten konnten. Wir waren gut drin im Spiel und haben auch wenig zugelassen", sagte ASV-Trainer Matthias Bösl.

Die Ambitionen des ASV wurden aber kurz nach Wiederanpfiff jäh gebremst. Weidens Winter-Neuzugang Lukas Hudec setzte aus 20 Metern zum Freistoß an. Der Ball traf einen Burglengenfelder Spieler in der Mauer und flog auf schiefer Bahn - für Marco Epifani nicht haltbar - ins Tor (47.). Es ist nicht das erste Mal, dass der ASV durch einen abgefälschten Ball in Rückstand gerät. Das 1:0 für Weiden war für Burglengenfeld im Grunde schon das Signal zur Niederlage. Denn danach wollte den Gastgebern nicht mehr viel gelingen. Das 2:0 ließ nicht allzu lange auf sich warten. Ralph Egeter zeigte dabei seine ganze Klasse. Im Fallen gab er einer Flanke die entscheidende Richtungsänderung und spitzelte so den Ball ins lange Eck (66.). Der eingewechselte Florian Reich hätte für die Gäste sogar noch erhöhen können. Nach einem Konter der Weidener lief er alleine auf Epifani zu, konnte den Burglengenfelder Tormann aber nicht überlisten (74.). Kurz darauf hatte erneut Egeter die Chance zum 3:0. Er versuchte den Ball über Epifani ins Tor zu heben.

Galasek-Trost


Mit dem Sieg hält die SpVgg den Anschluss zur Tabellenspitze. Der ASV rutschte auf Platz 15, muss aber noch zwei Spiele nachholen. "Wir strotzen derzeit nicht gerade vor Selbstvertrauen. Und wenn man dann gleich nach der Halbzeit zum siebten, achten Mal durch einen abgefälschten Schuss ein Gegentor bekommt, dann ist es gegen eine Mannschaft wie Weiden extrem schwierig zu Torchancen zu kommen", meinte ASV-Coach Matthias Bösl und versprach: "Wir werden auch weiterhin alles geben." Galasek versuchte, den unterlegenen Gegner zu trösten: "Mit dem Ehrgeiz, mit dem Burglengenfeld spielt, und mit diesen Fans werden sie hier noch ihre Punkte holen. Ich bin glücklich, dass sie dies nicht gegen uns getan haben."
Es ist uns gelungen, aus den paar Möglichkeiten, die wir hatten, Tore zu machen.SpVgg-SV-Trainer Tomas Galasek
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