Alina Lich bei „Euro Mini Champs“ in Frankreich
Tischtennistalent in der europäischen Spitze

Sport
Schwandorf
20.09.2016
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-Dachelhofen. Der Weg an die Spitze in einem Breitensport wie Tischtennis ist lang und steinig und nur mit viel Disziplin, Trainingsfleiß, Talent und Ehrgeiz zu erreichen. Genau diesen Weg hat Alina Lich aus Schwandorf eingeschlagen: Sie kämpft sich seit geraumer Zeit durch Trainingsstunden, Trainingslager, Spielbetriebe und Wettkampfturniere.

Die Zwölfjährige, die beim TuS Dachelhofen unter Federführung von Richard Rosenkranz das Tischtennisspielen erlernte und noch immer die Farben des Vereins trägt, hat sich in Deutschland bereits einen Namen erspielt und gehört zu den besten Talenten ihrer Altersklasse. Nach vielen Siegen und Titeln auf Kreis-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene wurde sie nun vom Auswahlkadertrainer für die "Euro Mini Champs" in Frankreich für die Altersklasse 2004 nominiert. Dies ist die Europameisterschaft der "Minis". Gespielt wurde in drei Gruppenphasen, um sich für das anschließende K.-o.-System der Besten 32 zu qualifizieren.

In der ersten Gruppenphase verlor Alina Lich gegen die spätere Europameisterin Svetlana Dimitrenko (Russland). Jedoch behielt sie im zweiten Gruppenspiel gegen ihre französische Kontrahentin Lisa-Marie Petit mit 3:0 die Oberhand und ging als Gruppenzweite in die zweite Phase. Dort unterlag sie Lokalmatadorin Lucie Mobarek, die am Ende Vierte wurde. Im zweiten Spiel besiegte sie die Slowenin Blazka Harkai und sicherte sich somit erneut Platz zwei in der Gruppe.

In der dritten und letzten Gruppenphase hatte sie es mit Patricia Santos (Spanien) und Mane Ghazaryan (Armenien) zu tun. Nach einem Sieg und einer Niederlage stand die Dachelhoferin abermals auf Rang zwei in der Gruppe. Aufgrund ihrer starken Leistung und ihrer gesammelten Punkte schaffte Alina Lich den Einzug in die Endrunde der besten 32 Mädchen Europas. Dort traf sie auf die Ukrainerin Jolanta Yevtodji, die sie mit tollen Ballwechseln, viel Mut und konzentrierter Leistung in Schach halten konnte. Mit 11:8, 7:11, 11:8, 11:5 zog sie ins Feld der besten 16 ein. Dort traf sie auf eine der vielen starken Spielerinnen aus der russischen Talentschmiede, Sofia Kniazeva. Das Spiel war lange offen gestaltet, jedoch setzte sich die Russin am Ende mit 3:1 durch.

Im ersten Spiel um Platz 13 traf Alina Lich auf Csenge Virag Adamik aus Ungarn. Lange Ballwechsel, unbedingter Siegeswille auf beiden Seiten und zwei talentierte Spielerinnen ließen den Zuschauern keine Wünsche offen. Erst im fünften Satz konnte sich Alina Lich mit 11:7 durchsetzen und ins kleine Finale um Platz 13 einziehen. In der zweiten Partie gegen die Weißrussin Darya Vasilenka gewann sie ebenfalls mit 3:2 und holte somit am Ende den 13. Platz.

Mit dieser Platzierung ist Alina Lich nun auch in der europäischen Spitze angekommen und kann bei entsprechender weiterer harter Arbeit noch viel im Tischtennissport erreichen.
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