"Bauchschmerzen"
Spielgemeinschaft zwischen FC Schwandorf und Ettmannsdorf wackelt

Sport
Schwandorf
06.04.2016
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Amberg/Schwandorf. Sie sind wohl die kommende Form im Vereinsfußball - Spielgemeinschaften. "Wir haben immer mehr Anträge von Vereinen zu bearbeiten", erklärt Thomas Graml, der als Bezirksspielleiter auch dem Bezirksspielausschuss vorsteht: Dieses Gremium, denen auch die Oberpfälzer Kreisspielleiter angehören, muss das Zusammengehen von Vereinen für den Spielbetrieb durchwinken. Manchmal ist die Genehmigung des Antrags nur eine Formalie, manchmal gibt's aber auch Probleme.

"Wir haben da ein bisschen Bauchschmerzen", sagt Graml zu einem aktuellen Fall, der zuletzt aufhorchen ließ: Überraschend bahnt sich eine Spielgemeinschaft zwischen den Schwandorfer Traditionsclubs FC und SC Ettmannsdorf an. Der Club, in früheren Jahren eine Aushängeschild des Oberpfälzer Fußballs, krebst in der Kreisklasse West herum. Die Landesligamannschaft des SC Ettmannsdorf ist außen vor (Spielgemeinschaften gibt es nicht auf Landes- oder Bezirksebene). Auf Kreisebene planen die Klubs aber zwei SG's: Eine SG Ettmannsdorf/Schwandorf soll in der Kreisliga spielen und den derzeitigen Platz der zweiten Mannschaft des SC Ettmannsdorf einnehmen. Zudem ist eine SG Schwandorf/Ettmannsdorf geplant, die an die Stelle des FC Schwandorf in der Kreisklasse treten soll. Beim Abstieg des FC, der derzeit den Relegationsplatz belegt, würde diese SG in der A-Klasse kicken.

"Erstes Ziel ist es, das Überleben des FC Schwandorf zu sichern", sagt Graml. Problematisch sei für ihn, dass zwei Spielgemeinschaften gegründet werden sollen: "Das ist ein Widerspruch, denn es heißt ja immer, der FC bringe keine Mannschaft mehr zusammen." Die Funktionäre wollen laut Graml auf jeden Fall eines verhindern: "Die Spielgemeinschaften sind nicht dazu da, um Leistungsförderung zu betreiben." der Verband will nicht, dass zwischen den SG's ein Austausch stattfindet, um spielstärkere Mannschaften zu bilden.

Nur eine Spielgemeinschaft


Der Vorschlag des Spielausschusses sieht vor, dass die "Zweite" des SC Ettmannsdorf in der Kreisliga eigenständig bleibt und nur eine Spielgemeinschaft in der Kreisklasse oder A-Klasse gebildet wird.

Darüber will Graml, der grundsätzlich diese Spielgemeinschaft bejaht, auch noch mit den Vereinsvertretern sprechen. Martin Baumann, Abteilungsleiter des FC Schwandorf, wollte sich am Mittwoch nicht zum Schreiben des Verbandes äußern. Er verwies auf eine Sitzung der Gremien der beiden Vereine am Mittwochabend, bei der noch einmal über die Punkte diskutiert werden sollte.
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