Bayernliga Nord
Derba mit "Dorfverein" beim FC Amberg

Sport
Schwandorf
29.10.2016
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Amberg. Knapp acht Kilometer trennen den FC Amberg und die DJK Ammerthal auf der Landkarte - mehr braucht es eigentlich schon gar nicht, um auf den Stellenwert dieses Derbys am 18. Spieltag in der Bayernliga Nord hinzuweisen (Samstag, 14 Uhr im Stadion am Schanzl).

Den Absteiger aus der Regionalliga und den Aufsteiger aus der Landesliga trennt gar nicht so viel, wie man es vor der Saison vielleicht hätte erwarten können. Die DJK steht mit 22 Punkten auf Rang 12, der FC mit nur einem Zähler mehr auf Platz 10. Weniger am aktuellen Stand hat man aber wohl bei der DJK Ammerthal zu knabbern: Da ist man erst mal froh, einen Schritt aus dem Tabellenkeller gemacht zu haben.

Großen Anteil daran hat der neue Trainer Jürgen Press. Der 50-Jährige übernahm, und ab diesem Zeitpunkt lieferte seine Mannschaft: Acht Punkte aus vier Spielen - ein Auftakt nach Maß für den neuen Chef an der Linie. "Vielleicht war ein bisschen Glück dabei, aber wir haben uns die Punkte verdient." Und für das Derby ist er sich sicher: "Ich glaube, dass wir etwas mitnehmen." Er hat das Spiel des FC Amberg gegen Eichstätt gesehen, da "war Amberg keinen Deut schlechter". Press schätzt, "dass es im Derby "von der ersten Minute an abgehen wird". Tobias Rösl, der Sportdirektor der DJK, sieht es realistisch: "Wir sind ein Dorfverein aus einer kleinen Gemeinde und sind stolz darauf, dass wir bisher so weit gekommen sind. Ich habe immer gesagt, für uns zählt nur der Klassenerhalt."

Verletztenmisere schuld


Weniger Grund zur Freude hat man hingegen derzeit beim FC Amberg. Ein 2:2 zuletzt gegen den TSV Aubstadt ist zwar kein Anzeichen für eine Krise, aber dennoch wird man mit der aktuellen Platzierung in der Tabelle - deutlich näher am Keller als an der Spitze - sicher nicht zufrieden sein. Dass es nicht besser läuft, liegt auch am Verletzungspech - sieben, acht Ausfälle pro Partie waren in den vergangenen Wochen fast schon die Normalität. "Ich habe weder als Spieler noch als Funktionär so etwas erlebt", erklärte FC-Teammanager Hubert Kirsch. "Über uns ist vor der Saison gesagt worden, dass wir schlechten Zeiten entgegengehen. Aber so schlecht sieht es nicht aus. Unsere Position ist nur der Verletztenmisere geschuldet."
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