Das letzte Spiel
Hrubesch mit seiner U21 zufrieden

Sport
Schwandorf
31.03.2016
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Rostow am Don. Horst Hrubesch war glücklich und zufrieden. Die erste Aufgabe in der EM-Qualifikation mit der U21 hat der DFB-Juniorentrainer perfekt gelöst, nun steht zum Ende der Karriere des 64-Jährigen das Unternehmen Olympia an. "An dieser jungen Mannschaft werden wir noch viel Freude haben. Ich bin stolz, mit welcher Art und Weise die Mannschaft spielt", sagte der Coach nach dem 2:0-Sieg in Russland, dem siebten Sieg im siebten Qualifikationsspiel. Für den Europameister von 1980 ist der Job mit der U21 damit erledigt, Marcus Sorg übernimmt im September und wird das Team wohl zur Endrunde 2017 in Polen führen.

Für Wehmut zum Abschied vom aktuellen Team blieb nicht viel Zeit. Schon vor der Partie sagte Hrubesch: "Was heißt letztes Spiel? Wer weiß, was noch kommt. Aber irgendwann kommt vielleicht der Zeitpunkt, an dem es genug ist." In der U21 ist es nach insgesamt 37 Spielen (in zwei Partien ließ er sich aus gesundheitlichen Gründen vertreten) in zwei Phasen mit 22 Siegen und einem EM-Titel 2009 genug. Den letzten Sieg sicherten am Dienstag in Rostow am Don Davie Selke und Kapitän Max Meyer.

Nun stehen für den Trainer der Olympia-Mannschaft die Auslosung in Rio am 14. April, sein 65. Geburtstag am 17. April und die schwierige Auswahl der 18 Olympia-Fahrer Ende Mai/Anfang Juni an. Eines machte der Coach schon in der vergangenen Woche deutlich: "Der Kader für die Olympischen Spiele wird aus Spielern der aktuellen U21 und denjenigen, die die Teilnahme erst möglich gemacht haben, gebildet." Eine Berufung älterer Spieler aus der Weltmeister-Mannschaft von 2014 schließt Hrubesch aus. Das sei den jüngeren Spielern gegenüber, die die Olympia-Teilnahme perfekt gemacht haben, nicht fair.

Berechtigt sind Spieler aus dem 93er-Jahrgang und jünger, drei ältere Spieler dürfen zudem nominiert werden. Der Kader wird in enger Absprache mit Bundestrainer Joachim Löw und auch unter der Berücksichtigung der abstellenden Vereine gestaltet. Eine Pflicht für die Clubs, Spieler zur Verfügung zu stellen, gibt es nicht.
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